Rückblick

Vergebung (II)

(Gottesdienst vom 9. Dezember 2018)

Und nun seid nicht bekümmert, und werdet nicht zornig <auf euch selbst>, dass ihr mich hierher verkauft habt! (1. Mose 45,5)

Mangel an Vergebung bewirkt Stillstand unserer geistlichen Entwicklung, und es entsteht eine Wurzel der Bitterkeit, die andere beeinträchtigen kann.

Und achtet darauf, dass nicht jemand an der Gnade Gottes Mangel leide, dass nicht irgendeine Wurzel der Bitterkeit aufsprosse und <euch> zur Last werde und durch sie viele verunreinigt werden. (Brief an die Hebräer 12,15)

Vergebung bedeutet
Schuld einseitig aufzuheben, auf eigene Rechte zu verzichten,
Verstrickungen oder Bindungen gegenüber dem Schuldigen durchzuschneiden,
nicht an der Sünde eines anderen gegen dich festzuhalten, frei zu werden,
die Entscheidung, der Person zu vergeben und ihr die Sünde nicht mehr vorzuhalten,
die Konsequenzen der Sünde zu akzeptieren und damit zu leben.

In der Bibel gibt es Beispiele für Menschen, die nicht vergeben haben.
Mefi-Boschet wurde depressiv, hasste sich selbst (2. Buch Samuel 9,7–8)
Jefta wurde gewalttätig (Buch der Richter 11,1–7)
Simson starb als verbitterter Mensch (Richter 16,28)

Menschen, die vergeben haben, können zum Segen für andere werden.
Das geraubte israelische Mädchen half seinem Herrn (2. Buch der Könige 5,3)
Joseph vergab seinen Brüdern (1. Buch Mose 45,1–5)

Mangel an Vergebung beeinflusst die Art, wie wir leben. Wollen wir zunehmend Gram und Wut anhäufen und ein freudloses Leben führen wie Simson am Ende, oder wollen wir frei wie Joseph und den anderen ein Segen sein?

Deshalb will uns Jesus freimachen, er will, dass wir vergeben.

Philip Nunn gibt in seinem Buch „Die verändernde Kraft der Vergebung“ die folgende Handreichung:
Bitte Gott, dir durch seinen Heiligen Geist all das ins Gedächtnis zu rufen, was du vergeben musst. Gott kann dich jetzt an jeden einzelnen Menschen erinnern, der dir wehgetan hat, der dich verletzt hat.
Entscheide dich ganz bewusst, dieser Person zu vergeben.
Und dann sprich ein Gebet, in dem du diese Person vor Gott bringst, ihr vergibst und sie loslässt.

1.  Gebet
Gott und Vater, ich dank dir für dein Wort, das mich jetzt ganz persönlich angesprochen hat. Ich bin dir dankbar für deine Vergebung. Ich danke dir, dass du alles über mich weißt, sogar die Dinge, die nicht einmal mein Ehepartner oder meine Freunde wissen. Aber du weißt es. Und das Blut des Herrn Jesus reinigt mich von aller Sünde. Ich danke dir, dass du uns darüber belehrst, wie wichtig Vergebung ist. Danke Herr Jesus, dass du uns gezeigt hast, wie wir vergeben können. Ich bin mir jetzt bewusst geworden, dass du willst, dass ich vergebe. Bitte rufe mir nun jede Person ins Gedächtnis, von der du willst, dass ich ihr vergebe.

Wenn der Herr dir jetzt eine oder mehrere Personen ins Bewusstsein gerufen hat, dann schreibe ihre Namen auf ein Blatt Papier. Du brauchst nicht zu versuchen, das zu rechtfertigen, was diese Personen dir angetan haben. Erkenne an, dass sie gegen dich und gegen Gott gesündigt haben. Aber weil du ein Christ bist, kannst du ihnen jetzt vergeben. Sage nicht: Ich möchte gern vergeben, sondern sage: Ich vergebe dieser Person, im Gehorsam gegenüber dem Herrn Jesus.

2. Gebet
Mein Gott und Vater, heute will ich … Name/Bezeichnung … vergeben, weil er (oder sie) mir … das und das … angetan hat.
Und Vater, das hat … die und die … Gefühle bei mir ausgelöst.
Vater, ich lasse das jetzt alles los! Vater, im Namen des Herrn Jesus vergebe ich jetzt.
Ich verzichte auf mein vermeintliches Recht, mich dafür zu rächen. Bitte heile meine verletzten Gefühle.
Danke, Vater, dass du mich frei gemacht hast. Vater, bitte segne jetzt diese Person, die mir wehgetan hat.
Im Namen des Herrn Jesus, Amen!


Vergebung (I)

(Gottesdienst am 18. November 2018)

Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben. (Evangelium nach Matthäus 9,12, revidierte Elberfelder Übersetzung)

Hat uns jemand verletzt, dann fordert Jesus uns auf, von Herzen zu vergeben. Das kann schmerzhaft sein, aber es ist der einzige Weg, frei zu werden. Vergeben wir nicht, dann werden wir immer wieder an die Verletzung erinnert. Sobald wir dem anderen von ganzem Herzen vergeben haben, werden die Schmerzen nachlassen. Der Herr hat uns geheilt.

Dann trat Petrus zu ihm und sprach: Herr, wie oft soll ich meinem Bruder, der gegen mich sündigt, vergeben? Bis siebenmal? Jesus spricht zu ihm: Ich sage dir: Nicht bis siebenmal, sondern bis siebzigmal sieben<mal>! (Matthäusevangelium 18, 21–22)
Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen! Denn sie wissen nicht, was sie tun. (Evangelium nach Lukas 23,34)

Jesus ist auf die Erde gekommen, hat die Kerkertüren geöffnet und die Schlösser von unseren Ketten entfernt. Wir sind frei. Oftmals aber lassen wir die Ketten nicht los und treten nicht in die Freiheit hinaus.

Wenn jemand Christ wird, bittet er Jesus um Vergebung und übergibt dem HERRN sein Leben. Er wird neu geboren, und alle seine Sünden, die vergangenen und zukünftigen, sind vergeben. Das kann man rechtliche Vergebung nennen. Sie soll uns im Herzen bereit machen, zu vergeben.

Es ist leicht, an Situationen zu denken, wo andere uns verletzt haben. Zuerst müssen wir aber unser Tun prüfen. Haben wir jemanden etwas angetan?
Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid auf den Tag der Erlösung hin! Alle Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und Lästerung sei von euch weggetan, samt aller Bosheit! Seid aber zueinander gütig, mitleidig, und vergebt einander, so wie auch Gott in Christus euch vergeben hat! (Brief des Paulus an die Epheser 4,30–32)

Wenn ich als Christ gegenüber jemandem sündige, dann sündige ich auch gegenüber dem himmlischen Vater. Kommunikation und Harmonie zum HERRN sind gestört. Ich brauche seine väterliche Vergebung.
Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und will zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir. (Evangelium nach Lukas 15,18)
Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit. (1. Brief des Johannes 1,9)


Christsein heute (II)

(Gottesdienst vom 11. November 2018)

Da seine göttliche Kraft uns alles zum Leben und zur Gottseligkeit geschenkt hat durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch <seine> eigene Herrlichkeit und Tugend. (2. Brief des Petrus 1,3)

Heute sind Menschen und auch Kirchen durch Egoismus und Materialismus erkaltet. Diese Krise ist über Jahrhunderte herangereift:

14.  Jh. – Den Menschen ging durch zunehmenden Materialismus und Individualismus der Glaube an den Zusammenhang zwischen Gott und Schöpfung verloren.
15. Jh. – Renaissance, die Menschen ergötzten sich am sinnlichen Leben. Die Reformation beginnt.
Aber du hast einige wenige Namen in Sardes, die ihre Kleider nicht besudelt haben; und sie werden mit mir einhergehen in weißen <Kleidern>, denn sie sind es wert. (Offenbarung des Johannes 3,4)

18. Jh. – Die Aufklärung markiert den Bruch mit dem Christentum. Es kommt zur christlichen Erweckungsbewegung.
Ich kenne deine Werke. Siehe, ich habe eine geöffnete Tür vor dir gegeben, die niemand schließen kann; denn du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt und hast meinen Namen nicht verleugnet. (Offenbarung 3,8)

19. Jh. – Industrielle Revolution, kommunistisches Manifest, Evolutionstheorie. Der Philosoph Nietzsche: Gott ist tot, und wir haben ihn getötet.
20.  Jh. – Sexuelle Revolution. Die Selbsterfüllung steht im Vordergrund.

Was schützt uns Christen vor den Einflüssen dieser gottfernen Welt?
Ein Leben in Ordnung und zu Ehren Gottes und zum Wohl unserer Nächsten.

Betet unablässig! (1. Brief des Paulus an die Thessalonicher 5,17)
Beten bedeutet auch ein ununterbrochenes Bewusstsein der Gegenwart Gottes bei allem was man tut.

Arbeit muss nicht uns dienen, sondern Gott.
Askese ist sich darin zu üben, Nein zu den eigenen Begierden und Ja zu Gott zu sagen.
Gemeinschaft – Sei nachsichtig mit den Fehlern deiner Mitmenschen. Auch du hast einiges an dir, das andere tragen müssen.
Gastfreundschaft – Es ist gut, in den Gästen Christus zu erkennen und ihnen einen Platz einzuräumen. Bringen die Gäste unser Leben aber allzu sehr durcheinander, dann können wir sie nicht willkommen heißen.

Ausgewogenheit – Bei all dem, was wir tun, dürfen wir uns nicht überlasten. Denn der HERR überlastet uns auch nicht.
Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. (Prophet Jesaja 42,3)

Der Herr gibt uns vor, immer vollkommener zu werden.
Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist. (Evangelium nach Matthäus 5,48)


Christsein heute (I)

(Gottesdienst am 4. November 2018)

Es gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und in seinen Garten warf; und es wuchs und wurde zu einem Baum, und die Vögel des Himmels nisteten in seinen Zweigen. (Evangelium nach Lukas 13,19)

Die westliche Welt ist zunehmend geprägt von der Auflösung der natürlichen Familien, der Abwendung von althergebrachten moralischer Normen und durch die Teilung der Gesellschaft.

Eine amerikanische Umfrage hat ergeben, dass die meisten der Befragten einer Religion anhängen, die nicht viel mit dem Christentum der Schrift, mit Buße, mit aufopferungsvoller Liebe und Reinheit des Herzens zu tun haben. Sogar die Kirchen sind zu fragen, ob sie zu große Kompromisse mit der Welt eingehen.

Theologe Ephraim Radner, Professor für historische Theologie am Wycliffe College sagt: „Für das Leben als Christ gibt es keine geschützten Räume mehr.“

Was könnte zur Veränderung, zur Stärkung des Christentums heute getan werden?

Nach dem Zerfall des weströmischen Reiches im 5. Jh. n. Chr. vermischten sich die Gemeinden mit der Welt.
Offenbarung des Johannes 1,14 – Jesus‘ Brief an die Gemeinde in Pergamon, die kennzeichnend für diese Zeit steht.
Aber ich habe ein weniges gegen dich, dass du solche dort hast, welche die Lehre Bileams festhalten, der den Balak lehrte, eine Falle vor die Söhne Israels hinzustellen, so dass sie Götzenopfer aßen und Unzucht trieben.

Benedikt, der Sohn eines römischen Statthalters in der Provinz, verabscheute das lockere Leben im zerstörten Rom und zog sich in eine Höhle zum Beten zurück. Mönche baten ihn, ihr Abt zu sein und er gründete weitere Klöster, legte den Grundstein für gläubige Gemeinschaften. Gottesfürchtige Männer und Frauen schlossen sich zusammen, um das moralische Leben aufrechtzuerhalten, dem Chaos und Verfall zu widerstehen, um Gott zu suchen und ihm zu dienen. Auch heute gibt es Christen, die Samenkörner der Autorität der Bibel und der Weisheit der frühen Gemeinden legen.

Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz fade geworden ist, womit soll es gesalzen werden? (Evangelium nach Matthäus 5,13)
Wenn wir für die Welt das sein wollen, was Christus von uns fordert, dann werden wir mehr Zeit abseits von der Welt verbringen müssen und beten – so wie Jesus im Garten Gethsemane gebetet hat. (Lukasevangelium 22,39–46)


Von hinten und von vorn hast du mich umschlossen, du hast deine Hand auf mich gelegt. (Psalm 139,5)

(Gottesdienst vom 28. Oktober 2018)

Zur Zeit des Propheten Jona (etwa 800 bis 750 v. Chr.) ging es den Israeliten wirtschaftlich gut, aber sie waren geistig verarmt. Da sollte der Jona den Menschen in der assyrischen Stadt Ninive das Strafgericht Gottes androhen und sie zu Gott führen. Jona lehnt ab und flieht.
Aber Jona machte sich auf, um nach Tarsis zu fliehen, weg vom Angesicht des HERRN. (Buch Jona 1,3)

Gottes Wort geht an alle, geht durch jede Kirche, durch jeden Menschen, durch jeden Christen. Aber viele wenden sich ab, manchmal auch wir, und laufen weg. Oft erkennen wir unsere Flucht nicht. Uns tut es weh, wenn ein Mensch unsere Herzenswünsche mit Füßen tritt. Wie vielmehr muss es Gott wehtun, wenn wir, seine geliebten Kinder, seine Wünsche nicht erfüllen. Jona verliert „ein Stück“ von Gottes Segen.

Aber wir Christen haben den Auftrag des HERRN zu erfüllen und dabei sogar unsere eigenen Wünsche zurückzustellen. Wenn wir Gläubige nicht auf den HERRN hören, dann ist das anders und schlimmer, als wenn Nichtgläubige nicht hören.
Da warf der HERR einen gewaltigen Wind auf das Meer, und es entstand ein großer Sturm auf dem Meer, so dass das Schiff zu zerbrechen drohte. (Jona 1,4)

Der Segen Gottes, der auf uns liegt, strahlt auf andere aus, in der Familie, im Betrieb, bei Freunden und Bekannten. Unser Ungehorsam kann aber auch andere Menschen betreffen.
Das Schiff ist in Seenot, und Jona schläft. Er merkt nicht, was er angerichtet hat. Dann bekennt er sich zu seiner Schuld, hat aber nicht den Mut, selbst die erforderlichen Konsequenzen zu ziehen und bittet andere darum.
Da sagte er zu ihnen: Nehmt mich und werft mich ins Meer! Dann wird das Meer euch in Ruhe lassen; denn ich habe erkannt, dass dieser große Sturm um meinetwillen über euch <gekommen ist>. (Jona 1,12)

Der HERR stillte den Sturm, beruhigte das Meer. Die ungläubigen Seeleute und Reisenden beteten und bekannten sich zu Gott. Jona erfüllte den Auftrag des HERRN in Ninive. Die Bewohner bekehrten sich, aber Jona war gerade deswegen weiter zornig gegen Gott.

Der HERR aber antwortet:
Und ich, ich sollte nicht betrübt sein wegen der großen Stadt Ninive, in der mehr als 120 000 Menschen sind, die nicht unterscheiden können zwischen ihrer Rechten und ihrer Linken, und eine Menge Vieh? (Jona 4,11)


Ihr sollt heilig sein

(Gottesdienst vom 21. Oktober 2018)

Denn sowohl der, welcher heiligt, als auch die, welche geheiligt werden, sind alle von einem. (Brief an die Hebräer 2,11)

Manchmal empfinden wir es als schwierig, dass wir, mit Sünden kämpfend, Heilige genannt werden. Der Apostel Paulus beachtet beides. Er redet seine Zuhörer und Leser mit Heilige an, spricht aber auch die Überwindung ihrer falschen und sündigen Verhaltensweisen an.

Ich ermahne euch nun, Brüder, durch die Erbarmungen Gottes, eure Leiber darzustellen als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer, was euer vernünftiger Gottesdienst ist. Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. (Brief des Paulus an die Römer 12,1–2)

Paulus ruft zu einer neuen Art des Opfers auf – zu einem lebendigen Opfer, das unser ganzes Menschsein umfasst.
Wer nicht gleichförmig dieser Welt ist, richtet sich nicht nach seinen Begierden, sondern ist einer der aufhört, Schlechtes über andere zu reden, der seine Faulheit überwindet, der aufhört zu hassen und bittere Gefühle zu nähren.

Wir sollen
das Wesen Jesu widerspiegeln, aber nicht so, als dass wir Gott wären,
anfangen, so wie er zu denken,
als wertvoll betrachten, was er als wertvoll ansieht und die Dinge verabscheuen, die ihm zuwider sind,
uns biblische Zusammenhänge umfassend aneignen und uns nicht mit einem oberflächlichem Gottesverständnis zufrieden geben,
uns nicht mit der geistlichen Milch zufriedengeben, sondern nach fester Speise verlangen. (s. Brief an die Hebräer 5,12–14)

In dem Augenblick, in dem wir wirklich glauben und gerechtfertigt werden, beginnt unsere Neuwerdung – und Gott bürgt dafür, dass sein Werk in uns zum Abschluss kommen wird.

Wie können wir wissen, ob wir in unserem Streben nach Gerechtigkeit vorankommen?
Deshalb, an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. (Evangelium nach Matthäus 7,20)
Die Frucht der Gerechtigkeit entspricht dem, was der Heilige Geist in uns wirkt.
Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit. (Brief des Paulus an die Galater 5,22–23)
Das sind die Kennzeichen von Menschen, die in der Heiligung zunehmen.


Frieden mit Gott finden

(Gottesdienst am 7. Oktober 2018)

Jakob, Hiob, Habakuk und Saulus haben mit Gott gerungen und sich Gott unterworfen. Gott ist unantastbar. Trotzdem erlaubt er Menschen, mit ihm zu ringen.
Das Ziel der Kämpfe ist weder Sieg noch Niederlage, sondern endgültiger Frieden mit Gott.

Da sagte er: Lass mich los, denn die Morgenröte ist aufgegangen! Er aber sagte: Ich lasse dich nicht los, es sei denn, du hast mich <vorher> gesegnet. Da sprach er zu ihm: Was ist dein Name? Er sagte: Jakob. Da sprach er: Nicht mehr Jakob soll dein Name heißen, sondern Israel; denn du hast mit Gott und mit Menschen gekämpft und hast überwältigt. … Und er segnete ihn dort. (1. Buch Mose 32,27–30)
Israel fand Frieden bei Gott, wurde Stammvater der Israeliten und überaus reichlich gesegnet.

Hiob war von Gott als gerecht bezeichnet worden und erlitt dennoch unsagbares Elend. Hiob fing an, mit Gott zu streiten. Gott antwortete Hiob nicht mit Worten, sondern mit sich selbst – und Hiob bereute den Streit.
Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört, jetzt aber hat mein Auge dich gesehen. Darum verwerfe ich <mein Geschwätz> und bereue in Staub und Asche.
Und der HERR wendete das Geschick Hiobs, als der für seine Freunde Fürbitte tat. Und der HERR vermehrte alles, was Hiob gehabt hatte, auf das Doppelte. (Buch Hiob 42,5–6 und 10)

Der Prophet Habakuk war entsetzt darüber, dass die gottlosen Babylonier das Volk Gottes strafen sollten. Er entbrannte im Zorn gegen Gott, und Gott offenbarte sich ihm. Aus Habakuks Verzweiflung wurde große Zuversicht.
Ich aber, ich will in dem HERRN frohlocken, will jubeln über den Gott meines Heils. Der HERR, der Herr, ist meine Kraft. Den Hirschen gleich macht er meine Füße, und über meine Höhen lässt er mich einherschreiten. (Prophet Habakuk 3,18–19)

Saulus war ein eifernder Pharisäer, er wollte die Christen zu beseitigen. Da wurde er zu Boden geworfen, von der höchsten Autorität, die es gibt.
Als wir aber alle zur Erde niedergefallen waren, hörte ich eine Stimme in hebräischer Mundart zu mir sagen: Saul, Saul, was verfolgst du mich?
Ich bin Jesus. Ich werde dich herausnehmen aus dem Volk und den Nationen, zu denen ich dich sende, ihre Augen zu öffnen, dass sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht … (Apostelgeschichte 26,12–14 … 17–18)
Saulus wurde im (wahrsten Sinn des Wortes) schlagartig zu Paulus, dem großen Apostel berufen.

Frieden ist die erste Frucht unserer Rechtfertigung. Der Frieden bei Gott stillt in uns die tiefe Sehnsucht nach dem inneren Frieden, den Frieden mit Gott.

Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz werde nicht bestürzt, sei auch nicht furchtsam. (Evangelium nach Johannes 14,27)


Gottes heilige Gerechtigkeit

(Gottesdienst am 30. September 2018)

Der Allmächtige – der erhaben ist an Kraft und reich an Gerechtigkeit, er beugt das Recht nicht. (Buch Hiob 37,23)

Im Alten Testament gibt es viele – und aus menschlichem Ermessen schlimme – Gerichte Gottes. Ist deshalb der Gott des AT ein anderer als der des NT?
Im Denken der Israeliten war verankert, dass Gottes Gerichte immer gerecht sind. Und trotzdem berührte Gottes Gericht die Menschen – die Plötzlichkeit des Ereignisses, die Endgültigkeit der Strafe.

Gott ist absolut beständig und unwandelbar. Seine Reinheit und seine Heiligkeit verändern sich nicht im Geringsten. Gott handelt nie in Unkenntnis der Sachlage. Gott macht keine Fehler.

Adam und Eva erlitten sofort den geistlichen Tod, die Trennung von Gott. Aber Gott vollzog nicht sofort die gesamte Strafe, damit die Gnade Zeit hatte, ihr Werk zu tun.
Manchmal fragt man sich, warum Gott nicht alle Menschen rettet? Ist hier nicht die bessere Frage:

Warum hat Gott ausgerechnet mich errettet?

Bei der Eroberung Kanaans handelte Gott gegenüber den sündigen Kanaanitern in seiner Gerechtigkeit, den Israeliten aber erwies er Barmherzigkeit.
Nicht weil ihr mehr wäret als alle Völker, hat der HERR sich euch zugeneigt und euch erwählt – ihr seid ja das geringste unter allen Völkern –, sondern wegen der Liebe des HERRN zu euch. (5. Buch Mose 7,7–8)

Gott ist jederzeit souverän.
Ich werde gnädig sein, wem ich gnädig bin, und mich erbarmen, über wen ich mich erbarme. (2. Buch Mose 33,19)

Es gibt keinen Konflikt zwischen dem Wesen Gottes, wie es im AT und im NT beschrieben ist. Es ist der Gott, der die Söhne Aarons schlug, der die damalige Welt in der Sintflut untergehen ließ, der Sodom und Gomorrha zerstörte. Es ist der alttestamentliche Gott, den Christus „Vater“ nannte. Es ist der Gott, der die Welt liebt.

Auf Golgatha nahm Christus auf sich, was die Gerechtigkeit Gottes von uns fordert. Gott schüttete seinen Zorn über das Sündenlamm aus. Gott legte den um der Sünde bestehenden Fluch auf Christus.
Jesus war der einzige unschuldige Mensch, der je von Gott bestraft wurde.
Zugleich kommen Gottes Gnade und Barmherzigkeit zum Ausdruck.

Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. (Evangelium nach Johannes 3,16)


750 Jahre Hoyerswerda

Am 3. Juni 2018 präsentierte sich der Verein unserer Gemeinde auf der 750 Dezimeter langen Freiluft-Vereinsmeile in der Altstadt von Hoyerswerda. Wir kamen mit sehr interessierten Besuchern ins Gespräch über Gott und Glauben. Das ausgelegte christliche Informationsmaterial wurde gern mitgenommen.


Gottesdienst am 3. Juni 2018

Was ihr auch tut, arbeitet von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen. (Brief des Paulus an die Kolosser 3,23)

Wir sollen und wollen uns Gott ganz hingeben. Das Gilt für das ganze Leben, für unser Sein in der Gemeinde. Wir wollen Gott demütig dienen. (Siehe Brief des Paulus an die Römer 12,1–8)

  • Die Liebe sei ungeheuchelt! Verabscheut das Böse, haltet fest am Guten! (ebenda 12,9)

Gott verlangt, dass wir nicht wankelmütig sind. Wir sollen den Anderen lieben, selbst wenn er uns Böses tut. Seine Taten dürfen wir verabscheuen. Wir sollen meiden: Hochmut, Geiz, Wollust, Jähzorn, Völlerei, Neid, Faulheit.

Wir wissen, dass wir Fehler und Schwächen haben, aber wir vertrauen auf Gott, dass er uns Stück für Stück zum Besseren verändert. Selbst Versagen ist wichtig für unsere Entwicklung. Siehe den Werdegang des Apostel Petrus.

  • Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, dass du in dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, mich dreimal verleugnen wirst. (Evangelium nach Matthäus 26,34)

Wir wollen nicht nachlassen im Geist, Gott, der Gemeinde zu dienen mit unserem ganzen Leben. Dabei sollen wir nicht vergessen, dass zu viel Klein-Klein uns manchmal daran hindern kann, Großes zu tun. Die Gemeinde nimmt Anteil an unserer Freude und an unseren Nöten.

Sicherlich ist es schwierig, in Bedrängnissen standhaft zu bleiben. Im Wissen, dass alles von Gott kommt, gut für uns ist, wollen wir nicht verzagen

  • In der Bruderliebe seid herzlich zueinander, in Ehrerbietung einer dem anderen vorangehend; im Fleiß nicht säumig, brennend im Geist; dem Herrn dienend. In Hoffnung freut euch; in Bedrängnis harrt aus; im Gebet haltet an; an den Bedürfnissen der Heiligen nehmt teil; nach Gastfreundschaft trachtet! Segnet, die euch verfolgen; segnet, und flucht nicht! Freut euch mit den sich Freuenden, weint mit den Weinenden! Seid gleichgesinnt gegeneinander; sinnt nicht auf hohe Dinge, sondern haltet euch zu den Niedrigen; seid nicht klug bei euch selbst! Vergeltet niemand Böses mit Bösem; seid bedacht auf das, was ehrbar ist vor allen Menschen! Wenn möglich, soviel an euch ist, lebt mit allen Menschen in Frieden! Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt Raum dem Zorn! Denn es steht geschrieben: „Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht der Herr.“ „Wenn nun deinen Feind hungert, so speise ihn; wenn ihn dürstet, so gib ihm zu trinken! Denn wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln.“ Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit dem Guten! (Brief des Paulus an die Römer 12,10–21)

                                                                                                                                            

Gottesdienst am 27. Mai 2018

Das letzte Buch der Bibel – Die Offenbarung

Die Offenbarung beinhaltet die Endzeitlehre, aufgeschrieben vom Apostel Johannes.

  • Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm gab, um seinen Knechten zu zeigen, was bald geschehen muss; und indem er <sie> durch seinen Engel sandte, hat er <sie> seinem Knecht Johannes kundgetan, der das Wort Gottes und das Zeugnis Jesu Christi bezeugt hat, alles, was er sah. Glückselig, der liest und die hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist! Denn die Zeit ist nahe. (Offenbarung 1,1–3)

Mit der Endzeit beginnt ein neuer Abschnitt der Heilsgeschichte Gottes – die Gnadenzeit. Die Menschen können Gottes Versöhnungsangebot annehmen und Kinder Gottes zu werden.

  • Ich war an des Herrn Tag im Geist, und ich hörte hinter mir eine laute Stimme wie von einer Posaune, die sprach: Was du siehst, schreibe in ein Buch und sende es den sieben Gemeinden … (Offenbarung 1,10–11)

Die Gemeinden charakterisieren die Gemeindetypen, die es damals gab. Alle Typen sind in der Zeit der Gemeinde (von Jesus‘ Auferstehung bis zur Entrückung), vorhanden. Jesus beschreibt die Gemeinden punktgenau und gibt allen die Verheißung „Wer überwindet …“ Anhand der Briefe kann man den Typus der Kirche, den Stand der eigenen Gemeinde überprüfen.

  • Schreibe nun, was du gesehen hast und was ist und was nach diesem geschehen wird! (Offenbarung 1,19)

Die Dinge, die geschehen werden führen in die große Trübsal. Weissagungen, wie die Zerstörung des Tempels im Jahre 70 (Evangelium nach Matthäus 24,1) und die Neugründung des Staates Israel 1948 (Prophet Jesaja 11,11–12) sind bereits eingetroffen. Die Entrückung der Gläubigen steht noch aus. (Brief des Paulus an die Thessalonicher 4,14–18)

  • Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein: denn das Erste ist vergangen. (Offenbarung 21,4)

Welche Rolle spielt diese Verheißung in unserem Leben? Freuen wir uns manchmal mehr über irdisches Glück als darüber, vor den HERRN zu stehen und seine Herrlichkeit zu schauen?

Die große Trübsal

  • Denn dann wird große Bedrängnis sein, wie sie von Anfang der Welt bis jetzt nicht gewesen ist und auch nie sein wird. (Evangelium nach Markus 13,19)

Das tausendjährige Messianische Friedensreich (Offenbarung 20,1–3)

Satan wird gebunden und nach 1000 Jahren noch einmal freigelassen. Er verführt die Völker der Erde zu einem letzten Aufstand gegen den Herrn …

 Die Zeit der ewigen Ordnung Gottes, die Ewigkeit

  • Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel von Gott herabkommen, bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. Und ich hörte eine laute Stimme vom Thron her sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. (Offenbarung 21,1–3)

Am Ende der Offenbarung beglaubigt Jesus seine Worte, verheißt seine Wiederkunft und lädt die Menschen zum Glauben ein.

  • Und der Geist und die Braut sagen: Komm! Und wer es hört, spreche: Komm! Und wen dürstet, der komme! Wer da will, nehme das Wasser des Lebens umsonst. (22,17)

                                                                                                                                            

Gottesdienst am 6. Mai 2018

Einmal gerettet … immer gerettet?

Welcher Christ kennt nicht …

  • Zweifel an Gott,
  • Sünde im eigenen Leben, Reue. Hat mich Gott noch lieb? Bin ich noch gerettet?
  • Phasen, in denen wir uns Gott nicht nahe fühlen.

Wer wird Christ, wer wird wiedergeboren und durch Gott gerettet?

  1. Brief des Johannes 5,5
  • Wer aber ist es, der die Welt überwindet, wenn nicht der, der glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist?

Einige (Wieder-)Geburts-Wahrheiten

Unsere Wiedergeburt ist allein Gottes Werk und nicht unseres. Es bedarf „lediglich“ des Glaubens an Gott.

  • Dem dagegen, der nicht Werke tut, sondern an den glaubt, der den Gottlosen rechtfertigt, wird sein Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet. (Brief des Paulus an die Römer 4,5)
  • So viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben. (Evangelium nach Johannes 1,12)

Wie erfahren wir Vergebung?

Wir können uns nicht selbst aus unserer Schuld befreien. Ewige Vergebung kann nur Gott geben.

  • Er hat uns errettet aus der Macht der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe. In ihm haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden. (Brief des Paulus an die Kolosser 1,13–14)

Wenn wir Christen sündigen …

dann stellt das nicht unser Heil in Frage, aber es trübt unsere Beziehung zu Gott.

Durch Jesus‘ Liebe sind all unsere Sünden bereits vergeben, bevor wir sie begehen.

  • Der unsere Sünden an seinem Leib selbst an das Holz hinaufgetragen hat, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch dessen Striemen ihr geheilt worden seid. (1. Brief des Petrus 2,24)

Gott erwartet jedoch von uns, dass wir ihm unsere Sünden ehrlichen Herzens bekennen und bereuen.

Warum sündigen wir?

Wir leben in der Welt in unserem nicht-perfekten Körper. Gott gibt uns die Kraft, der Sünde zu widerstehen, was uns aber nicht immer gelingt. Gott sei Dank können wir nicht mehr dauerhaft in Sünde zu leben.

Können wir durch Sünde verloren gehen?

Nein!

  • Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Mächte, weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf uns wird scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn. (Brief des Paulus an die Römer 8,38–39)

 Unsere Erlösung ist einzig Gottes Werk. Er trägt uns von der Wiedergeburt bis zum Himmel durch.

In Jesus ist unsere Rettung sicher. Komme was wolle.

Wir sind Gottes Kinder. Wir stehen in der Verantwortung, Gott in uns wirken zu lassen und die Sünde zu meiden.

                                                                                                                                            

Gottesdienst am 29. April 2018

Die Offenbarung Gottes

 Und die Herrlichkeit des HERRN wird sich offenbaren, und alles Fleisch miteinander wird es sehen. Denn der Mund des HERRN hat geredet. (Der Prophet Jesaja 40,5)

 Offenbarung in der Bibel heißt, das Verborgene wird enthüllt.

  • Und er sprach zu ihnen: Kommt etwa die Lampe, damit sie unter den Scheffel oder unter das Bett gestellt wird? Nicht damit sie auf das Lampengestell gestellt wird? Denn es ist nichts Verborgenes, das nicht offenbar gemacht werden soll, auch ist nichts Geheimes, das nicht ans Licht kommen soll. (Evangelium nach Markus 4,21–22)

Gottes Selbstoffenbarung hat die größte Bedeutung in der Bibel. Seit dem Sündenfall wandeln die Menschen nicht mehr mit Gott, der vormals sichtbare Gott ist für die Menschen der verborgene Gott geworden.

  • Wahrlich, du bist ein Gott, der sich verborgen hält, Gott Israels, ein Retter! (Jesaja 45,15)

Selbstoffenbarung Gottes im Alten Testament

Gott ist souverän, er offenbart sich nach seinem Willen, nur wann er will und gegenüber wen er will. Nach seiner göttlichen Freiheit hat Gott das Volk Israel als Ort seiner Offenbarung erwählt.

Gott offenbart sich

  • durch das Wort z. B. von Propheten

Der HERR aber hatte dem Samuel das Ohr geöffnet, einen Tag bevor Saul kam, und gesagt: Morgen um diese Zeit werde ich einen Mann aus dem Land Benjamin zu dir senden, den sollst du zum Fürsten über mein Volk Israel salben! (1. Buch Samuel 9,15–15),

sowie durch Erscheinungen (2. Buch Mose 34,4–5), Wunder (2. Buch Mose 11,10), Gesichte (Der Prophet Daniel 7,1), Träume (1. Buch Mose 28,12–13) und sogar durch das Los (2. Buch Mose 28,30)

  • als Herr der Geschichte (2. Buch Mose 9,14)
  • als der Heilige und Gnädige (1. Buch Samuel 15,22)
  • als Schöpfer und Erhalter der Welt (1. Buch Mose 1,1; Offenbarung des Johannes 21,1)
  • Gott offenbart seinen Namen Jahwe und darin sein Wesen (2. Buch Mose 3,13–16; 20,2–6 und 33,19–20)

Selbstoffenbarung Gottes im Neuen Testament

  • Zeugnis der Evangelien (Evangelium nach Markus 1,15)
  • Zeugnis der Apostelgeschichte

So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung kommen vom Angesicht des Herrn und er den euch vorausbestimmten Jesus Christus sende! (Apostelgeschichte 3,19–20)

  • Zeugnis der Briefe (Brief an die Hebräer 1,1–2)
  • Zeugnis der Offenbarung des Johannes (1,1–3)
  • Die „natürliche“ Offenbarung – Nichtchristen haben eine gewisse Kenntnis Gottes, ohne von der besonderen biblischen Offenbarung berührt zu sein. Das Gesetzeswerk ist in ihr Herz geschrieben.
  • Wer Gott erkennen will und kann, für den hat sich der Herr in seinem Wort, der Bibel in unendlicher Liebe und Gnade offenbart. (Römer 1,19–21)

1) Unter Verwendung des „Lexikons zur Bibel“, Fritz Rienecker, Gerhard Maier, Alexander Schick, Ulrich Wendel, ISBN 978-3-417-26550-7

                                                                                                                                            

Erwählt!

(Gottesdienst am 22. April 2018)

Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zieht. (Evangelium nach Johannes 6,44)
• Dann sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach! (Evangelium nach Matthäus 16,24)

Zu Christus zu kommen bedeutet Buße, Selbstverleugnung und Glauben an den Herrn Jesus Christus.

Selbstverleugnung heißt:
Aufzugeben, ein Leben aus eigener Bestimmung zu führen.
Verzicht auf die eigene Führung.
Bereit sein für die Verfügungen eines Höheren.

• Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, wird es finden. (Matthäusevangelium 16,25)

Zu Christus zu kommen bedeutet: Glauben an die Wahrheit, ernstliches Gebet zu Gott, Unterordnung unter die Grundsätze des Evangeliums.
Zu Christus zu kommen widerspricht der menschlichen Natur. Der Wille des Menschen ist widerspenstig. Gott kann man nur wirken lassen, wenn man an ihn glaubt, und glauben kann nur der, für den es Gott gibt.

Wie zieht der Vater?
Gott, die erste Person der Dreifaltigkeit sendet die dritte Person, den heiligen Geist, um einen Menschen zu Christus zu führen. Das Ziehen des Vaters ist ohne Druck. Der Heilige Geist kennt eine Methode, das Herz direkt zu erreichen, er geht bis zur „verborgenen Quelle des Herzens“.

Ralph Erskine (schottischer Prediger, 1685–1752):
Der Mensch wird bei voller Zustimmung gegen seinen Willen gerettet.

Charles Haddon Spurgeon (englischer Baptistenpastor, 1834–1892):
Gott zieht das Herz kraftvoll an. Es wird niemand gezwungen, gegen seinen Willen zu kommen.

Unser Wille verändert sich ab diesem Zeitpunkt. Wir folgen ihm während er uns zieht und wir sind froh, seine Stimme zu hören und ihr zu gehorchen.
• Zieh mich dir nach, lass uns eilen. (Hohelied, Lied der Lieder 1,4)

Was empfinden diejenigen, die sich haben ziehen lassen?
Ich habe zum HERRN gesagt: „Du bist mein Herr; es gibt kein Glück für mich außer dir“. (Psalm 16,2)
Gott nimmt aber auch schwierige Umstände nicht weg, weil er sie gebraucht, um uns ihm ähnlicher zu machen. Der Herr weiß was er tut und er weiß, was gut für uns ist. Wir können ihm immer vertrauensvoll sagen:
Herr, Du bist gut und tust Gutes. (Psalm 119, 68)


Liebe

(Gottesdienst am 15. April 2018)

Die Liebe sei ungeheuchelt! Verabscheut das Böse, haltet fest am Guten!
(Brief des Apostel Paulus an die Römer 12,9, die folgenden Verse sind aus Kapitel 12)

Dialog
Unterschätzen wir Christen unsere Rolle als Stellvertreter Jesus‘ auf Erden?
Für Gott sind wir wichtig. Wir lassen uns von seinem Willen leiten.
Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. (Vers 2)

Welche Ausstrahlung haben wir als Gemeinde? Führen wir ein Leben wie Jesus es will? Halten wir andere Menschen an, umzukehren zu Gott? Unterbreiten wir Rettungsangebote für Verlorene? Schätzen wir uns richtig ein?
Gott gebraucht uns. Wir haben die von Gott gegebenen Gaben, unsere Stärken, für seine Verherrlichung einzusetzen.
Siehe Verse 3 bis 8

Erweisen wir einander die gebührende Achtung? Nehmen wir uns und unsere Glaubensgeschwister in Liebe an? Sind wir nachsichtig mit den Schwächen anderer? Lieben wir unseren Nächsten, ganz gleich wer er ist, was er ist und was er tut?
Gott erwartet von uns, dass wir immer liebevoll mit dem Anderen umgehen.
Die Liebe sei ungeheuchelt! Verabscheut das Böse, haltet fest am Guten! In der Bruderliebe seid herzlich zueinander, in Ehrerbietung einer dem anderen vorangehend … Segnet, die euch verfolgen; segnet, und flucht nicht! (Verse 9, 10 und 14)

Liebe ist eine Haltung, sie drückt sich in konkreten Handlungen aus. Wir konzentrieren uns oft vorrangig auf Familie und Beruf. Das ist Gott sehr wichtig. Er wünscht aber auch, dass wir weiter an seiner Gemeinde bauen.
Lassen wir den Heiligen Geist „ungebremst“ in uns wirken, damit wir nicht nachlassen im Eifer für Gott.
Im Fleiß nicht säumig, brennend im Geist; dem Herrn dienend. (Vers 11)

Freuen wir uns über Gottes Liebe, über seine Gedanken zu uns und über sein Handeln.
Freuen wir uns, dass wir uns ändern können, wie Gott es will.
Freuen wir uns über die Hoffnung über den Tod hinaus.
In Hoffnung freut euch; in Bedrängnis harrt aus; im Gebet haltet an. (Vers 12)

Gott kann man nur wirken lassen, wenn man an ihn glaubt, und glauben kann nur der, für den es Gott gibt.


Gottesdienst am 8. April 2018

Christentum und Kunst

• Du sollst dir kein Götterbild machen, auch keinerlei Abbild dessen, was oben im Himmel oder was unten auf der Erde oder was in den Wassern unter der Erde ist. Du sollst dich vor ihnen nicht niederwerfen und ihnen nicht dienen. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott. (2. Buch Mose 20,4–5)

Mit dem Beginn des Christentums setzte der Beginn der christlichen Kunst ein mit den Symbolen Kreuz, Hirte, Lamm, Fisch. Deren Verwendung war umstritten, schienen sie doch dem o. g. Verbot der jüdischen Gottesdarstellung zu widersprechen. Ab dem 2. Jahrhundert sind Christus-Bilder hergestellt worden, ab dem 4. Jahrhundert ergänzt mit biblischen Szenen.
Der Mönch und Kirchenlehrer Johannes von Damaskus (650–749) formulierte für christliche Kunst, dass Gott selbst in der sicht- und greifbaren Menschwerdung Christi das alttestamentliche Abbildungsverbot aufgehoben oder zumindest radikal relativiert habe. Das 2. Konzil von Nicäa beendetet im Jahr 787 den Bilderstreit mit Verehrung ist erlaubt, Anbetung nicht.
In der Reformationszeit wurden Bilder aus den Kirchen entfernt (Zwingli, Calvin, Bodenstein). Martin Luther: Alles was der Schrift widerspricht, muss abgeschafft werden. Traditionen, die hilfreich für die Gläubigen sind, dürfen beibehalten werden.

Was steht weiter in der Bibel?
Gott gab genaue Vorgaben zum Bau der Stiftshütte und seines Tempels einschl. Ausstattung. Die Herrlichkeit der Bauten galt als Sinnbild der Herrlichkeit Gottes.
• 2. Buch Mose 25,9…
Nach allem was ich dir zeige, nämlich dem Urbild der Wohnung und dem Urbild all ihrer Geräte, danach sollt ihr es machen.
• 1. Buch der Chronik 28,11…
Und David gab seinem Sohn Salomo den Plan (Gottes, d. V.) der Vorhalle <des Tempels> und seiner Gebäude und seiner Schatzkammern und seiner Obergemächer und seiner Innenräume und des Raumes der Deckplatte.
• 2. Buch Mose 21, Die goldene Schlange, und 1. Buch der Könige 10, Salomos Thron, sind kunstvolle „Alltagsgegenstände“ der Bibel.

Das Wahre, Gute und Schöne sucht den Kontakt zum Schöpfergott … Die Abkehr vom Wahren, Guten und Schönen landet früher oder später beim abgöttischen Lob des Falschen, Bösen und Hässlichem. (Ingo Langner)

Gott spricht jeden Menschen in seiner persönlichen Liebessprache an. Dazu kann Kunst gehören.
• Kunst kommt in der Bibel vor, sie wird nicht abgelehnt.
• Gott spricht auch durch Künstler und Kunstwerke zu uns Menschen.
• Es kommt auf die Verwendung der Kunst an.
• Wer Gott leugnet in der Kunst, leugnet auch das Wunder der Inspiration, die ein göttlicher Funke im Herzen der Menschen ist.
• Kunst ist eine Möglichkeit von vielen, Inhalte der Bibel, Gottes Aussagen und Wirken, seinen Heilsplan anschaulich und verständlicher zu machen. Sie kann ein Fenster zur Seele darstellen, um den lebendigen Gott zu begegnen.

1) Unter Verwendung von www.meisterschüler.com und Wochenzeitung „Junge Freiheit“._________________________________________

Gottesdienst am 25. März 2018

Liebt Gott alle Menschen?

Evangelium nach Johannes 3,16
Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. 
Zu dieser Aussage gehört der folgende Vers 18.
• Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.

Was verbirgt sich hinter den Begriff Welt? Sind es alle Menschen, sind es nur die Gläubigen oder nur die Ungläubigen?
Manche denken, dass die Behauptung, dass Gott alle liebt, nicht in der Bibel steht. Wenn Gott alle lieben würde, dann würde ja keiner verloren gehen. Also liebt Gott nur die Auserwählten? Prüfen wir die Bibel:
Psalm 145,9
Der HERR ist gut gegen alle, sein Erbarmen ist über alle seine Werke. 
Evangelium nach Matthäus 5,43–45
• Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters seid, der in den Himmeln ist! Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.
Brief des Apostel Paulus an die Galater 5,14
• Denn das ganze Gesetz ist in einem Wort erfüllt, in dem: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“

Für Jesus war jeder Mensch Nächster. Siehe das Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Evangelium nach Lukas 10,27–37). In seinem irdischen Leben galt Jesus‘ Liebe allen Menschen – und es ist undenkbar, dass Jesus als Gott nicht alle Menschen liebt. Brief an die Hebräer 13,8
• Jesus Christus <ist> derselbe gestern und heute und in Ewigkeit.

Es gibt keine einschränkende Aussage zur Liebe Gottes. Sie ist seine grundsätzliche Haltung zu allen Menschen.

Die Hauptaussagen in Johannes 3,16 sind also:
1. Der Glaube an Christus bringt allen, die glauben ewiges Leben.
2. Christus hat dieses Leben gebracht, weil der Vater im Himmel die Menschheit liebt und wünscht, dass die Menschen nicht verloren gehen.

Ausdruck der Liebe Gottes ist die frohe Botschaft, das Evangelium. Es ist das unterschiedslose Angebot der Gnade Gottes an alle Menschen ohne Ausnahme. Hier erweist Gott seine mitfühlende Liebe und ungeheuchelte Güte gegenüber der ganzen Menschheit._________________________________________

Gottesdienste am 11. und 18. März 2018

Das Herz des Gerechten überlegt, was zu antworten ist.
(Sprüche 15,28)

Die Wahrheit in Liebe reden. 
Folgende weitere Grundregeln und Techniken der Kommunikation kann man fußend auf der Bibel in Konflikten einsetzen.

1. Lassen wir uns auf unser Gegenüber ein, anstatt ihn „anzupredigen“. 
• Erzählen wir ihm eingangs eine zutreffende Geschichte, die sein Herz öffnet, oder verwenden wir ein Bild aus seinem Lebensumfeld. Jesus war darin meisterhaft (siehe Evangelien nach Lukas 10,25–37 und 15,11–32 sowie nach Matthäus 13,24–33; 44–52; 18,5 und 20,1 sowie 2. Buch Samuel 12,1–13 und 14,1–22).

2. Es genügt nicht so zu reden, dass wir verstanden werden, sondern man muss so reden, dass man nicht missverstanden wird.

3. Planen wir, was wir sagen wollen.
• Welche Fragen müssen angesprochen werden?
• Welche Worte oder Themen sind zu meiden?
• Welche Analogien oder Bilder sind einzusetzen?

4. In der Gesprächseinleitung signalisieren wir, den Streit nicht fortzuführen, sondern dass wir den konstruktiven Dialog suchen.
• Wir beschreiben unsere Gefühle. Wie wirkt das Problem auf uns? Benutzen wir Ich-Sätze.
• Wir schlagen Lösung vor.
• Wir sind objektiv in Bewertungen, wir übertreiben nicht.
• Die Bibel ist nicht zu zitieren, um den anderen fertig zu machen, sondern um ihn zu erbauen.
• Erkennen wir, wann wir den anderen nicht mehr erreichen und halten dann inne.
• Wir bitten um Rückmeldung.

Ron Kraybill, ein renommierter christlicher Schlichter hat einmal gesagt: „Effektive Konfrontation ist wie ein anmutiger Tanz von Hilfsbereitschaft zu Entschlossenheit und wieder zurück“.

1) Unter Verwendung des Buches „Sei ein Friedensstifter“, Ken Sande, ISBN 978-3-945716-06-09
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Gottesdienst am 4. März 2018

Ich ermahne euch nun, Brüder, durch die Erbarmungen Gottes, eure Leiber darzustellen als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer, was euer vernünftiger Gottesdienst ist. (Brief des Paulus an die Römer 12,1)

• Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. (ebenda 12,2)

Wir werden verwandelt durch Gott, unser Tun erhält neuen Sinn. Jesus ist für unser Heil am Kreuz gestorben. Fragen wir uns, was wir konkret für Jesus tun können.

• Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben wurde, jedem, der unter euch ist, nicht höher von sich zu denken, als zu denken sich gebührt, sondern darauf bedacht zu sein, dass er besonnen sei, wie Gott einem jeden das Maß des Glaubens zugeteilt hat. Denn wie wir in einem Leib viele Glieder haben, aber die Glieder nicht alle dieselbe Tätigkeit haben, so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, einzeln aber Glieder voneinander. (ebenda 12,3–5)

Gott schenkte und schenkt uns verschiedene Gaben, Stärken und Schwächen. Wir sind aufgefordert, uns realistisch einzuschätzen. Die Stärken weisen darauf hin, wie und auf welchem Gebiet wir für Gott wirken können und sollen.

• Da wir aber verschiedene Gnadengaben haben nach der uns gegebenen Gnade, <so lasst sie uns gebrauchen>: es sei Weissagung, in der Entsprechung zum Glauben; es sei Dienst, im Dienen; es sei, der lehrt, in der Lehre; es sei, der ermahnt, in der Ermahnung; der mitteilt, in Einfalt; der vorsteht, mit Fleiß; der Barmherzigkeit übt, mit Freudigkeit. (ebenda 12,6–8)

Gott fordert uns zum konkreten Tun auf, im praktischen Dienst, in der Lehre, in der Barmherzigkeit und in der Seelsorge – und wir sollen nicht enttäuscht sein, wenn wir in der Welt wenig Dank ernten. Als Einzelne sind wir überfordert, Gottes Reich zu bauen. Wir brauchen die Gemeinschaft der Christen. Gott erwartet von uns uneigennütziges Handeln, das wir für ihn in Liebe und mit Hingabe tun.

Die Liebe sei ungeheuchelt! Verabscheut das Böse, haltet fest am Guten. (ebenda 12,9)

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Vortrag zur Kirchengeschichte

Der erste von vier Vorträgen unserer Gemeinde zur 750-Jahr-Feier von Hoyerswerda fand 3. März 2018 im AKZENT Congress-Hotel Hoyerswerda statt. Er bot einen ÜBERBLICK ÜBER DIE KIRCHENGESCHICHTE, angefangen bei den ersten völlig unabhängigen Gemeinden der Urchristen, über die Kirchbildung, das Papsttum, die Reformation, die Herausbildung von Freikirchen und seit wenigen Jahrzehnten (und hier schließt sich in gewisser Weise wieder der Kreis) erneut die Entstehung von vielen völlig unabhängigen Gemeinden.
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Gottesdienst am 18. Februar 2018

Vergeltet niemand Böses mit Bösem; seid bedacht auf das, was ehrbar ist vor allen Menschen! (Brief des Paulus an die Römer 12,17)

Gott gebietet uns in Liebe die Wahrheit zu reden – selbst dann, wenn man uns Unrecht tut oder uns schlecht behandelt. Bitten wir Gott, unser Herz mit Liebe zu füllen und darum, diese Liebe weiter geben zu können. Das schließt nicht aus, dass wir, wenn es notwendig ist, entschlossen auftreten und schonungslos in Liebe die Wahrheit sagen.

• Wir ermahnen euch aber, Brüder: Weist die Unordentlichen zurecht, tröstet die Kleinmütigen, nehmt euch der Schwachen an, seid langmütig gegen alle! Seht zu, dass niemand einem anderen Böses mit Bösem vergelte, sondern strebt allezeit dem Guten nach gegeneinander und gegen alle! (1. Brief des Paulus an die Thessalonicher 5,14–15)

Für solche Gespräche empfehlen sich folgende Verhaltensregeln:
• Sprechen wir nicht von oben herab, als wären wir ohne Sünde. Räumen wir offen ein, dass wir gegen ähnliche Sünden kämpfen müssen. Auch wir brauchen ständig den Heiland.
• Prüfen wir die Wünsche des Herzens. Erzählen wir, dass auch wir Götzen (Begierden) in unserem Herzen finden und zur Sünde verleitet werden. Ermuntern wir unseren Gegenüber, sein Herz zu prüfen und zu reinigen.
• Sprechen wir nicht in Stresssituationen miteinander. Reden wir nicht vor Unbeteiligten und wählen wir einen Ort ohne Ablenkung, an dem der Gegenüber sich sicher fühlt. Lassen wir ihm freie Wahl für den Zeitpunkt.
• Sprechen wir von Angesicht zu Angesicht. Die emotionalen Reaktionen helfen das Gespräch zu lenken und Fehlentwicklungen zu vermeiden. Sollte die Schriftform notwendig sein, dann lassen wir unser Schreiben ein paar Tage „reifen“ und prüfen es dann. Es hilft auch, den Brief einem vertrauten Unbeteiligten vorzulegen.

• Endlich aber seid alle gleichgesinnt, mitleidig, voll brüderlicher Liebe, barmherzig, demütig, und vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern im Gegenteil segnet, weil ihr dazu berufen worden seid, dass ihr Segen erbt!
„Denn wer das Leben lieben und gute Tage sehen will, der halte Zunge und Lippen vom Bösen zurück, das sie nicht Trug reden; er wende sich ab vom Bösen und tue Gutes; er suche Frieden und jage ihm nach!
Denn die Augen des Herrn sind gerichtet auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Flehen; das Angesicht des Herrn aber ist gegen die, welche Böses tun.“
 (1. Brief des Petrus 3,8–12)

1) Thema wird fortgesetzt.
2) Unter Verwendung des Buches „Sei ein Friedensstifter“, Ken Sande, ISBN 978-3-945716-06-09
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Gottesdienst am 4. Februar 2018

Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. (Brief des Paulus an die Römer 12,2)

• Ich ermahne euch nun, Brüder, durch die Erbarmungen Gottes, eure Leiber darzustellen als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer, was euer vernünftiger Gottesdienst ist. (Brief des Paulus an die Römer 12,1)

Das Gott wohlgefällige Opfer sind wir Christen selbst, das ist unser Gottesdienst. Wir haben mit unserem Leben Gott Freude zu bereiten.
Jeder soll tun nach seinen Gaben und seiner Berufung für Gott. Hier sind wir zu nüchterner Selbsteinschätzung aufgerufen.
Wir dürfen unsere Schwächen haben. Gott kennt uns besser als wir uns selbst.
Wir haben in Liebe zu tragen, was uns Gott auferlegt.

„Der ist kein Narr, der hingibt, was er nicht behalten kann, um zu gewinnen, was er nicht verlieren kann.“ Jim Elliot, US-amerikanischer evangelikaler Missionar in Ecuador

Die Welt will uns überstülpen, was wir denken und tun sollen.
Wir aber haben unser christliches Tun zu verteidigen, z. B. gegen die Auffassung, über Gott redet man nicht.
In der Welt besteht großer Zwang zur Konformität. Nicht mainstreamkonforme Ideen werden ignoriert, lächerlich gemacht und bekämpft. Wir sollen uns aber nicht nach den Maßstäben diese Welt richten Wir sollen standhaft im Glauben sein und bleiben – und Nichtchristen ein Beispiel sein.

• <Denn> wir sollen nicht mehr Unmündige sein, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch die Betrügerei der Menschen, durch ihre Verschlagenheit zu listig ersonnenem Irrtum.
Lasst uns aber die Wahrheit reden in Liebe und in allem hinwachsen zu ihm, der das Haupt ist, Christus.
Aus ihm wird der ganze Leib zusammengefügt und verbunden durch jedes der Unterstützung <dienende> Gelenk, entsprechend der Wirksamkeit nach dem Maß jedes einzelnen Teils; und <so> wirkt er das Wachstum des Leibes zu seiner Selbstauferbauung in Liebe.
Dies nun sage und bezeuge ich im Herrn, dass ihr nicht mehr wandeln sollt, wie auch die Nationen wandeln, in Nichtigkeit ihres Sinnes.
 (Brief des Paulus an die Epheser 4,14–17)

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Markt der Möglichkeiten

Am 3. Februar 2018 nahm der Verein unserer Gemeinde am Markt der Möglichkeiten in der Lausitzhalle Hoyerswerda teil.

Unser christliches Angebot rief Interesse hervor. Es gab viele Gespräche mit Besuchern. Selbst Reichsfürstin Katharina von Teschen ließ es sich nicht nehmen, mit uns zu Gott und zum Glauben zu sprechen. Unsere christlichen Drucksachen fanden den Weg in die Taschen der Gesprächspartner. Wir danken Rainer Buchwald, Stefan Schnitzer, Arthur Halblaub aus Emmendingen und Jürgen Mädler für ihr Engagement.


Gottesdienst am 28. Januar 2018

Seien wir schnell zum Zuhören

Geduldig abzuwarten, während andere reden, ist der Schlüssel für gutes Zuhören, für gute Kommunikation.

• Wer Antwort gibt, bevor er zuhört, dem ist es Narrheit und Schande. (Sprüche 18,13)

Die Bestandteile guter Kommunikation
1. Seien wir aufmerksam. Der Mensch kann mindestens viermal so schnell denken wie sprechen. Wenn wir schon dabei sind, zu überlegen was zur tun wäre, dann verpassen wir Gesprächsinhalte, hören wir dem anderen nicht mehr zu und zeigen ungewollt Desinteresse.
2. Verstehen wir wirklich, was der andere sagt. Fragen wir also nach.
3. Reflektieren wir die Hauptaussagen. Versuchen wir mit eigenen Worten den Gesprächsinhalt darzustellen. Damit wir das gleiche meinen und verstehen. Reflektieren heißt aber nicht zustimmen.
4. Zustimmen ist eine besonders wirksame Weise des Zuhörens. Damit erkennen wir gemeinsame Positionen an, bevor wir zu Differenzen sprechen.
5. Zögern wir nicht, demütig eigene Fehler zuzugeben.
6. Sprechen wir klar, konstruktiv und überzeugend.

• Da ist ein Schwätzer, <dessen Worte sind> Schwertstiche; aber die Zunge der Weisen ist Heilung. (Sprüche 12,18)

7. Strahlen wir Gnade aus. Da wir nichts geben können, was wir nicht empfangen haben, hängt dies davon ab, wie unser Verhältnis zu Gott momentan ist. Ist es weitgehend so, wie Gott es wünscht, dann können wir in Worten und Taten die Frucht des Heiligen Geistes zum Ausdruck bringen.

• Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit. (Brief des Paulus an die Galater 5,22–23)

8. Urteilen wir in Liebe. Nehmen wir das Beste von anderen an, ziehen wir die positive Deutung der negativen vor oder stellen wir unser Urteil zurück, bis wir genug wissen.

• Redet nicht schlecht übereinander, Brüder! Wer über einen Bruder schlecht redet oder seinen Bruder richtet, redet schlecht über das Gesetz und richtet das Gesetz. Wenn du aber das Gesetz richtest, so bist du nicht ein Täter des Gesetzes, sondern ein Richter. Einer ist Gesetzgeber und Richter, der zu erretten und zu verderben vermag. Du aber, wer bist du, der du den Nächsten richtest? (Brief des Jakobus 4,11–12)

1) Thema wird fortgesetzt.
2) Unter Verwendung des Buches „Sei ein Friedensstifter“, Ken Sande, ISBN 978-3-945716-06-09
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Gottesdienst am 21. Januar 2018

Die Wahrheit in Liebe reden

• Lasst uns aber die Wahrheit reden in Liebe und in allem hinwachsen zu ihm, der das Haupt ist, Christus. (Brief des Paulus an die Epheser 4,15)

Worte spielen in der Kommunikation, im Miteinander eine Schlüsselrolle. Richtig angewendet tragen Worte dazu bei, dass man sich versteht. Wählt man falsche Worte, dann kann dies zu Entfremdung führen.
Mit Gottes Hilfe können wir unsere Fähigkeiten verbessern, konstruktiv zu kommunizieren, das gilt auch für Streitigkeiten. Hier dürfen dem Gegner, oder dem Schuldig gewordenen keine Vorwürfe und Belehrungen um die Ohren gehauen werden. Gott zeigt uns einen besseren Weg.

Sieh dazu Evangelium nach Johannes 4,7–25.
Jesus kritisiert die Samariterin nicht wegen ihres sündigen Lebenswandels, sondern verwickelt sie in ein Gespräch darüber, was Errettung, ewiges Leben, rechte Gottesverehrung und das Kommen des Messias bedeuten.

Der Apostel Paulus beginnt seine kritischen Briefe an die Korinther, Philipper und Kolosser damit, dass er darauf aufmerksam macht, was Gott in diesen Gemeinden schon gewirkt hat. Er lobt die Gemeinden. Paulus bezieht sich auch bei den Ermahnungen immer auf das Evangelium. (1. Brief an die Korinther 1,2–4; Briefe an die Philipper 1,3–11; und an die Kolosser 1,3–23)

Wenn wir mit anderen über Fehler reden, dann wollen wir Gott um Hilfe bitten, dass wir unserer natürlichen Neigung widerstehen, sie zum Nachgeben zu zwingen.

Zuhören gehört zu einer gelungen Kommunikation, obwohl Zuhören oft nicht unsere Stärke ist. Deshalb fordert uns die Bibel auf:
• Ihr wisst <doch>, meine geliebten Brüder: Jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn! (Brief des Jakobus 1,19)

Bitten wir Gott, dass er unsere Augen noch mehr öffnet für das, was Christus für uns getan hat, dass wir noch mehr Freude finden, darüber nachzusinnen und zu frohlocken. Wenn unsere Seele, unsere Gedanken und unser Reden mehr und mehr vom Evangelium geprägt sind, dann wird sich das auf alle Bereiche unseres Lebens auswirken und anderen Menschen Hoffnung und Mut geben.

1) Thema wird fortgesetzt.
2) Unter Verwendung des Buches „Sei ein Friedensstifter“, Ken Sande, ISBN 978-3-945716-06-09
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Gottesdienst am 14. Januar 2018

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. (Offenbarung 21,6, Jahreslosung 2018)

Das irdische Leben ist ein sehr, sehr kleiner Teil gegenüber der Ewigkeit, die wir bei Gott verbringen. Im Hier und Heute wollen die Menschen Erfolg haben, wollen eigenständig sein, von anderen gemocht werden, wollen Wertschätzung erfahren. Anerkennung und Wertschätzung tun auch jedem Christenmenschen gut. Aber bremsen da manchmal unterschiedliche Auffassungen in der Gemeinde? Worüber kann man hinwegsehen, worüber nicht? Was trennt uns, was nicht? Übersehen wir manchmal das Gute im Verhalten des anderen? Wie gehen wir mit Nichtchristen und mit der Obrigkeit um?

Petrus schreibt im 1. Brief 2,1 sowie 15–17
• Legt nun ab alle Bosheit und allen Trug und Heuchelei und Neid und alles üble Nachreden.
• Denn so ist es der Wille Gottes, dass ihr durch Gutes tun die Unwissenheit der unverständigen Menschen zum Schweigen bringt: als Freie und nicht als solche, die die Freiheit als Deckmantel der Bosheit haben, sondern als Sklaven Gottes. Erweist allen Ehre; liebt die Bruderschaft; fürchtet Gott; ehrt den König! 

Nach dem Brief des Jakobus (Kap. 3) kann die Zunge zerstörend wirken und nur schwer gezähmt werden. Paulus warnt uns deshalb eindringlich:
• Kein faules Wort komme aus eurem Mund, sondern nur eins, das gut ist zur notwendigen Erbauung, damit es den Hörenden Gnade gebe. (Brief an die Epheser 4,29)

Manchmal sind wir wenig einverstanden mit dem, was uns Gott aufträgt. Da fällt es uns schwer, Gott zu loben, und wir bremsen uns in der geistlichen Entwicklung. Andere Menschen zu loben und wertzuschätzen, fällt uns auch manchmal schwer. Oft stehen wir uns dabei selbst im Wege oder wir „können“ mit dem Anderen nicht so richtig.

Gott handelt anders, er liebt uns unendlich und bereitet uns mit seiner Liebe auf die Ewigkeit vor, er gibt uns von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
• Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein. (Offenbarung 21,4)

Wir beten deshalb:
• Preise den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht alle seine Wohltaten!
• Preist den HERRN, alle seine Werke an allen Orten seiner Herrschaft! Preise den HERRN, meine Seele!
 (Psalm 103,2 und 22)_


Jahr 2017

Gottesdienst am 3. Dezember 2017

Die Souveränität Gottes

• Ist es mir nicht erlaubt, mit dem Meinen zu tun, was ich will? (Evangelium nach Matthäus 20,15)

Nichts tröstet uns Christen mehr als die Lehre von der Souveränität Gottes.

In der Welt hat man Angst vor der Souveränität Gottes. Keine Wahrheit wird mehr angegriffen als diese. Dazu einige Beispiele:
• Europäische Aufklärung – Drama Nathan der Weise von Lessing (1779), seine Kernaussage: Die Religionen Judentum, Christentum und Islam sind gleich wahr und gleich falsch.
• Gott schuf Mann und Frau – heutige Gender-Theorie: Man wird nicht als Mann oder Frau geboren, sondern gesellschaftlich, sozial dazu gemacht.
• Christenverfolgung – weltweit werden mehr als 200 Millionen Menschen verfolgt, weil sie sich zu Jesus Christus bekennen. Zehn der 13 Länder, in denen die Christenverfolgung am schlimmsten ist, sind muslimische Länder. Siehe Opendoor und Organisation für islamische Zusammenarbeit.

Jesus Christus sagt:
• Wenn euch die Welt hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat … Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen. (Evangelium nach Johannes 15,18–20)

Gott segnet. Alle Segnungen Gottes sind Gaben, also Geschenke, auf die wir keinen Anspruch durch eigene Verdienste haben.

Gott schenkt uns die Gaben
• Gaben für die Welt • die Gabe der Errettung • ehrbare Gaben • die Gabe der Nützlichkeit und • tröstende Gaben.
Gott beschenkt uns, damit wir demütig damit umgehen, damit wir unsere Gaben für Gott einsetzen. Siehe das Gleichnis von den anvertrauten Talenten, Evangelium nach Matthäus 25,14–30.

1. Gaben für die Welt
Gott schenkt Gaben. Die Gaben sind auch Begabungen. Jeder Mensch ist einzigartig geschaffen von Gott. Weder wir noch unsere Vorfahren setzen die Ursache für unsere Gaben/Begabungen. Siehe Evangelium nach Johannes 9,1–3.
Zur Gabenverteilung gibt es nur eine Antwort, auch wenn wir mit der einen oder anderen Gabe hadern sollten:

Ja, Vater, denn so war es wohlgefällig von dir.

2. Gabe der Errettung
• Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird errettet werden. (Evangelium nach Markus 16,16)
Gott schenkt Gnade, errettet aus Gnade. Gnade können wir nicht anwenden, sondern sie wird auf uns angewendet. Gottes Gnade kommt mit eigener Macht und verändert uns.

Beim Herrn allein ist Rettung. Geben wir seinem heiligen Namen alle Ehre, denn ihm gebührt sie.

1) Wird fortgesetzt._________________________________________

Gottesdienst am 26. November 2017

Zwischen dir und ihm allein – gebrauche Sanftmut

• Brüder, wenn auch ein Mensch von einem Fehltritt übereilt wird, so bringt ihr, die Geistlichen, einen solchen im Geist der Sanftmut wieder zurecht. Und dabei gib‘ auf dich selbst Acht, dass nicht auch du versucht wirst! (Brief des Apostels Paulus an die Galater 6,1)

Ein Konflikt ist eine Gelegenheit, anderen zu dienen. Streit bietet die Möglichkeit, jemandem die Liebe Christi zu erweisen und das Evangelium zu bezeugen. Jesus erwartet von uns ein liebevolles und heilsames Handeln, um anderen zu helfen, von ihren Sünden umzukehren.

• Wir ermahnen euch aber, Brüder: Weist die Unordentlichen zurecht, tröstet die Kleinmütigen, nehmt euch der Schwachen an, seid langmütig gegen alle! Seht zu, dass niemand einem anderen Böses mit Bösem vergelte, sondern strebt allezeit dem Guten nach gegeneinander und gegen alle! (1. Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher 5,14 und 15)

Die Bibel empfiehlt Gespräche unter vier Augen als wichtigsten Schritt zur Konfliktlösung. Doch manchmal ist es besser, Dritte zur Konfliktlösung hinzuzuziehen.
Siehe Jakob und Esau (1. Buch Mose 32 und 33), Josef und seine Brüder (ebenda, 50,15), König David (1. Buch Samuel 50,16) und Paulus (Apostelgeschichte 9,26 und 27).
Gott will jedoch nicht, dass Menschen generell eine Beziehung auf Distanz oder Vermittlung anderer führen. Zu einer echten Beziehung gehört, dass man letztendlich persönlich miteinander redet.
• Und der HERR redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freund redet; dann kehrte er Mose ins Lager zurück. (2. Buch Mose 33,11)

Bei Konfliktlösungen müssen wir den Belangen, Traditionen, Grenzen und besonderen Bedürfnissen des anderen Respekt zollen und Gott bitten, uns zu zeigen, wie wir am besten kommunizieren. Unabhängig davon dürfen wir nicht zulassen, dass persönliche Vorlieben oder kulturelle Traditionen uns davon ablenken, echte Versöhnung zu suchen.

Wir werden aufgefordert:
• Wenn es nun irgendeine Ermunterung in Christus gibt, wenn irgendeinen Trost der Liebe, wenn irgendeine Gemeinschaft des Geistes, wenn irgendein herzliches Mitleid und Erbarmen, so erfüllt meine Freude, dass ihr dieselbe Gesinnung und dieselbe Liebe habt, einmütig, eines Sinnes seid, nichts aus Eigennutz oder eitler Ruhmsucht tut sondern dass in der Demut einer den anderen höher achtet als sich selbst; ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern ein jeder auch auf das der anderen! (Brief des Paulus an die Philipper 2,1–5)

1) Thema wird fortgesetzt.
2) Unter Verwendung des Buches „Sei ein Friedensstifter“, Ken Sande, ISBN 978-3-945716-06-09

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Gottesdienst am 19. November 2017

Sündenbekenntnis bringt Freiheit

Zusammenfassung und Anwendung
Der mehrteilige Vortrag zum Thema Sündenbekenntnis bringt Freiheit wird mit Versen aus dem Brief des Apostels Paulus an die Kolosser abgeschlossen.

Kolosserbrief 3,8–17
• Jetzt aber legt auch ihr das alles ab: Zorn, Wut, Bosheit, Lästerung, schändliches Reden aus eurem Mund.
Belügt einander nicht, da ihr den alten Menschen mit seinen Handlungen ausgezogen und den neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Bild dessen, der ihn erschaffen hat!
Da ist weder Grieche noch Jude, Beschneidung noch Unbeschnittenheit, Barbar, Skythe, Sklave, Freier, sondern Christus alles und in allen.
Zieht nun an als Auserwählte Gottes, als Heilige und Geliebte: herzliches Erbarmen, Güte, Demut, Milde, Langmut!
Ertragt einander und vergebt euch gegenseitig, wenn einer Klage gegen den anderen hat; wie auch der Herr euch vergeben hat, so auch ihr!
Zu diesem allen aber <zieht> die Liebe <an>, die das Band der Vollkommenheit ist!
Und der Friede des Christus regiere in euren Herzen, zu dem ihr auch berufen worden seid in einem Leib! Und seid dankbar!
Das Wort des Christus wohne reichlich in euch; in aller Weisheit lehrt und ermahnt euch gegenseitig! Mit Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern singt Gott in euren Herzen in Gnade!
Und alles, was ihr tut, im Wort oder im Werk, alles tut im Namen des Herrn Jesus, und sagt Gott, dem Vater, Dank durch ihn!
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Gottesdienst am 5. November 2017

Will Gott starke oder schwache Menschen?

• Und er hat zu mir gesagt: Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung. (2. Brief des Apostel Paulus an die Korinther 12,9)

In der Welt ist der stark, der sich konsequent selbstverwirklicht und durchsetzt.

Gott hat den Menschen nach seinem Bild erschaffen.
• Denn du hast ihn wenig geringer gemacht als Engel, mit Herrlichkeit und Pracht krönst du ihn. Du machst ihn zum Herrscher über die Werke deiner Hände; alles hast du unter seine Füße gestellt: Schafe und Rinder allesamt und auch die Tiere des Feldes, Vögel des Himmels und Fische des Meeres, was die Pfade der Meere durchzieht. (Psalm 8,6–9)
Das große Vertrauen, das Gott den Menschen entgegenbringt, ist ihnen offensichtlich zu Kopf gestiegen. Viele wollen von ihrem Schöpfer nichts wissen.

Stärke aber gibt es nur bei Gott.
• Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir! Habe keine Angst, denn ich bin dein Gott! Ich stärke dich, ja, ich helfe dir, ja, ich halte dich mit der Rechten meiner Gerechtigkeit. (Prophet Jesaja 41,10)

Nach der Sicht der Bibel ist es die Bestimmung der Menschen, Gott zu verherrlichen, indem sie sich an ihm erfreuen. Sie ist von der Überzeugung durchdrungen, dass ein Mensch da, wo er Gott wirklich erkennt, von Freude über ihn überwältigt wird.

Gott hat jeden Menschen einzigartig gemacht, mit Stärken und Schwächen. Wir sind aber nicht immer nur stark oder schwach. So das Selbstbekenntnis des Apostels Paulus in seinem Brief an die Römer 7,19–20 oder den Werdegang von Simson im Buch der Richter 13.

Paulus führte im Brief an die Römer 14,1–15,4 die gegenseitige Verantwortung der im Glauben stehenden auf.
Wir sollen dem Frieden nachstreben, die Schwachheiten der Schwachen ertragen und den Nächsten im Glauben stärken. 
Das mag uns nicht immer leicht fallen, aber Gott will uns durch sein Wort ermuntern und selbst an unseren Herzen wirken, dass wir darin ausharren können. So werden wir untereinander gleichgesinnt und einmütig, auch wenn wir nicht in allen Punkten übereinstimmen.
• Der Gott des Ausharrens und der Ermunterung aber gebe euch, gleichgesinnt zu sein untereinander, Christus Jesus gemäß, damit ihr einmütig mit einem Munde den Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus verherrlicht. Deshalb nehmt einander auf, wie auch der Christus euch aufgenommen hat, zu Gottes Herrlichkeit! (Brief an die Römer 15,5–7)_________________________________________

Gottesdienst am 8. Oktober 2017

Die sieben „A“ des Sündenbekenntnisses, Teil 2 (Teil 1 siehe 13. August 2017)

• Denn Gott ist es, der in euch wirkt sowohl das Wollen als auch das Wirken zu <seinem> Wohlgefallen. (Brief des Paulus an die Philipper 2,13)

Gott bietet uns einen Weg an, um von den begangenen Sünden frei zu werden – das Sündenbekenntnis. Man muss seinen Fehler ehrlich und bedingungslos eingestehen.

Viertes „A“ – Anerkennen, dass wir andere verletzt haben
Es ist wichtig anzuerkennen, dass wir andere verletzt haben. Wir erkennen an und drücken aufrichtiges Bedauern dafür aus, dass wir ihnen geschadet haben. So können wir mit Vergebung rechnen.
• Habt Acht auf euch selbst: Wenn dein Bruder sündigt, so weise ihn zurecht, und wenn er es bereut, so vergib ihm! (Evangelium nach Lukas 17,3)

Fünftes „A“ – Wir akzeptieren die Konsequenzen
Buße zu zeigen kann auch darin bestehen, die Konsequenzen des eigenen Fehlverhaltens tragen zu wollen. So haben sich zum Beispiel der verlorene Sohn und der Zöllner Zachäus verhalten.
• Ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn zu heißen! Mach mich wie einen deiner Tagelöhner! (Lukas 15,19)
• Zachäus aber stand und sprach zu dem Herrn: Siehe, Herr, die Hälfte meiner Güter gebe ich den Armen, und wenn ich von jemand etwas durch falsche Anklage genommen habe, so erstatte ich es vierfach. (Lukas 19,8)

Sechstes „A“ – Wir arbeiten an unserem Verhalten
Ein Zeichen ernsthafter Buße ist es, dem Geschädigten zu erklären, welche Änderungen wir mit Gottes Hilfe in unserem Verhalten, in Einstellung und Charakter erreichen wollen.
• Bring uns zurück, HERR, zu dir, dass wir umkehren! Erneuere unsere Tage, dass sie werden> wie früher. (Klagelieder 5,21)

Siebentes „A“ – Wir bitten andere um Vergebung und geben ihnen Zeit dafür
Wenn wir glauben, alles für das Schuldenbekenntnis getan haben, dann können wir den Geschädigten um Vergebung bitten. Hier müssen wir sehr respektieren, dass er Zeit dafür braucht. Druck dürfen wir nicht ausüben.

Nicht jedes Sündenbekenntnis erfordert alle sieben Schritte. Je schwerwiegender das Fehlverhalten war, umso weiser ist es, ein gründliches Bekenntnis anzulegen. Hüten wir uns aber davor, in ein bedeutungsloses Ritual abzugleiten und damit Gottes Wille zu verfehlen.
• Aber wehe euch Pharisäern! Denn ihr verzehntet die Minze und die Raute und alles Kraut und übergeht das Gericht und die Liebe Gottes; diese Dinge hättet ihr tun und jene nicht lassen sollen. (Lukas 11,42)

1) Thema wird fortgesetzt.
2) Unter Verwendung des Buches „Sei ein Friedensstifter“, Ken Sande, ISBN 978-3-945716-06-09


Erntedank-Gottesdienst in Gottes Natur 2018

Und du wirst essen und satt werden, und du sollst den HERRN, deinen Gott, für das gute Land preisen, das er dir gegeben hat. (5. Buch Mose 8,10)

Gott hat uns reichlich mit Früchten beschenkt. Dafür danken wir ihm.


Gottesdienst am 17. September 2017

Gottes große Gnade

• Jedem aber, dem viel gegeben ist – viel wird von ihm verlangt werden; und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man desto mehr fordern. (Evangelium nach Lukas 12,48)

Im 8. Jh. v. Chr. wurde Ninive die Hauptstadt Assyriens. In der Stadt lebten geschätzte 600.000 Einwohner. Die Niniviter waren durchdrungen von Verderbnis und Ausschweifung. Sie widersetzten sich allem, was dem wahren Gott entsprach. Gott beauftragte den Propheten Jona, die Bewohner der Stadt Ninive vor Gottes Gericht zu warnen und zur Umkehr zu bewegen.

• Und Jona begann, in die Stadt hineinzugehen, eine Tagereise weit. Und er rief und sprach: Noch vierzig Tage und Ninive ist zerstört! Da glaubten die Leute von Ninive an Gott; und sie riefen ein Fasten aus und kleideten sich in Sacktuch von ihrem Größten bis zu ihrem Kleinsten. … Und Gott sah ihre Taten, dass sie von ihrem bösen Weg umkehrten. Und Gott ließ sich das Unheil gereuen, das er ihnen zu tun angesagt hatte, und er tat es nicht. (Jona 3,4–5, 10)

Gott veränderte die Herzen der Niniviter. Die Erweckung war ein von Gott bewirktes Wunder.

Kurz nach Ninives Erweckung zogen die Assyrer unter dem schlimmsten König Sanherib gegen die Israeliten. Sie verschleppten die Nordstämme in die Gefangenschaft, aus der sie nie wieder zurückkehrten. Sie griffen das Südreich Juda unter König Hiskia an. Die Niniviter kehrten etwa eine Generation nach der Erweckung wieder zur alten Gottlosigkeit zurück. Durch den Propheten Nahum sagte Gott, dass er die Sünden Assyriens und die Verfolgung seines Volkes nicht länger tolerieren würde.

• Siehe, auf den Bergen die Füße des Freudenboten, der Heil verkündigt! Feiere deine Feste, Juda, erfülle deine Gelübde! Denn von nun an wird der Heillose nicht mehr durch dich hindurchziehen; er ist vollständig ausgerottet. (Nahum 2,1; Im Vers 9 ist Ninive konkret genannt.)

• Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen.(1. Buch Mose 12,3)

Die Prophezeiung Nahums wurde buchstabengerecht erfüll. Etwa ein Jh. nach Nahum begann Gott mit der Zerstörung Ninives und des Assyrischen Reiches (s. 2. Buch der Könige 19,35–37). Die Meder und Babylonier vollendeten das Zerstörungswerk. Die Stadt Ninive wurde nie wieder aufgebaut.

Gottes Gnade und Privilegien dürfen wir nicht auf die leichte Schulter nehmen. Mit Gottes Segen ist eine größere Verantwortung verbunden. Wer gegen Gottes Güte sündigt, verschlimmert alles nur noch.

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Gottesdienst am 27. August 2017

Was bin ich wert?

• Mit menschlichen Tauen zog ich sie, mit Seilen der Liebe. (Prophet Hosea 11,4)

Gott liebt uns.

Wenn wir uns selbst einschätzen, oder andere Menschen dies tun, dann entspricht das selten den tatsächlichen Gegebenheiten. Die Gedanken der Einschätzenden sind geprägt von ihrem Wissen, ihren Erfahrungen und Empfindungen. Das führt häufig zu Fehlurteilen. Nur Gott ist gerecht. Er kennt uns besser, als wir uns selbst. In seiner Allmacht und Allwissenheit ist er der Einzige, der ein wahres Urteil gibt. Und dieses Urteil fällt Gott in der ewigen, gütigen und bewahrenden Liebe zu uns Menschen.

• So spricht der HERR: Das Volk derer, die dem Schwert entronnen sind, hat Gnade gefunden in der Wüste, als Israel wanderte, um zu seiner Ruhe zu kommen. Der HERR ist ihm von ferne erschienen: „Ja, mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt; darum habe ich dir <meine> Güte bewahrt. (Prophet Jesaja 31,2 und 3)

• Aber jetzt, so spricht der HERR, der dich geschaffen, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. Wenn du durchs Wasser gehst, ich bin bei dir, und durch Ströme, sie werden dich nicht überfluten. Wenn du durchs Feuer gehst, wirst du nicht versengt werden, und die Flamme wird dich nicht verbrennen. Denn ich bin der HERR, dein Gott, <ich>, der Heilige Israels, dein Retter. Ich gebe Ägypten als Lösegeld für dich, Kusch und Seba an deiner Stelle. Weil du teuer bist in meinen Augen <und> wertvoll bist und ich dich liebhabe. (Prophet Jesaja 43, 1–4)

Nach Dietrich Bonhoeffer liebt Gott uns nicht, weil wir denken, wir sind wertvoll, sondern wir sind wertvoll, weil Gott uns liebt. Gottes Urteil ist absolut. Die Liebe Gottes gilt auch, wenn wir – wie das oft geschieht – gegen Gottes Willen handeln.

• Denn das Gute, das ich will, übe ich nicht aus, sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich. Ich finde also das Gesetz, dass bei mir, der ich das Gute tun will, das Böse vorhanden ist. (Brief des Paulus an die Römer 7, 19 und 21)

Ganz gleich, was wir oder andere Menschen uns gegenüber tun. Gott misst uns seinen wahren und hohen Wert bei. Er liebt uns Menschen so sehr, dass er sogar seinen einzigen Sohn für unsere Sündhaftigkeit hingab._________________________________________

Gottesdienst am 13. August 2017

Die sieben „A“ des Sündenbekenntnisses

Gott bietet uns einen Weg an, um von den begangenen Sünden frei zu werden – das Sündenbekenntnis. Man muss seinen Fehler ehrlich und bedingungslos eingestehen.

Erstes „A“ – Alle Beteiligten ansprechen
Jede Sünde ist verstößt gegen den Willen Gottes, deshalb sind alle Sünden zuerst ihm zu bekennen.
• So tat ich dir kund meine Sünde und deckte meine Schuld nicht zu. Ich sagte: Ich will dem HERRN meine Übertretungen bekennen; und du, du hast vergeben die Schuld meiner Sünde. (Psalm 32,5)

Eine Sünde im Herzen findet in Gedanken statt, betrifft allein Gott und ist allein ihm zu bekennen. Andere Sünden betreffen Mitmenschen. Sie müssen ihnen gegenüber bekannt werden. In jedem Fall muss das Sündenbekenntnis genauso weite Kreise ziehen wie die Sünde.
• Zachäus aber stand und sprach zu dem Herrn: Siehe, Herr, die Hälfte meiner Güter gebe ich den Armen, und wenn ich von jemand etwas durch falsche Anklage genommen habe, so erstatte ich es vierfach. (Apostelgeschichte 19,8)

Zweites „A“ – „Aber“, „wenn“ und „vielleicht“ vermeiden
Diese Worte werden oft bei falschen Entschuldigungen benutzt, z. B.:
• Ich hätte nicht die Beherrschung verlieren sollen, aber ich war müde.
• Es tut mir leid, wenn ich etwas getan habe, dass dich verärgert hat.
• Vielleicht lag ich falsch.
Solche Sätze führen kaum zur Versöhnung. Ohne diese Worte oder die betreffenden Satzteile gesagt, eignen sich für ein Sündenbekenntnis.

Drittes „A“ – Aufdecken der konkreten Sünde
Ein konkretes Schuleingeständnis zeigt, dass man sich ernsthaft mit seinem Fehlverhalten auseinandergesetzt hat. Das macht den Betroffenen die Vergebung leichter. Zudem hilft dies konkret zu erkennen, wo das eigene Verhalten zu ändern ist.
Gleichnis vom verlorenen Sohn
• Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn zu heißen.
 (Evangelium nach Lukas 15,21)

Am überzeugendsten ist die Einsicht, gegen biblische Grundsätze verstoßen zu haben, z. B.:
Ich habe Gottes Gebot missachtet, andere nicht zu verleugnen.
Ich habe gegen die Bibel gehandelt, als ich Ihnen gedroht habe,
• Und ihr Herren, tut dasselbe ihnen gegenüber, und lasst das Drohen! Da ihr wisst, dass sowohl ihr als auch euer Herr in den Himmeln ist und dass es bei ihm kein Ansehen der Person gibt. (Brief des Paulus an die Epheser 6,9)

1) Thema wird fortgesetzt.
2) Unter Verwendung des Buches „Sei ein Friedensstifter“, Ken Sande, ISBN 978-3-945716-06-09

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Gottesdienst am 30. Juli 2017

Die Goldene Regel

• Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut ihr ihnen auch! Denn darin besteht das Gesetz und die Propheten. (Evangelium nach Matthäus 7,12)

Die vielleicht häufigste Konfliktursache ist, wenn wir diese Goldene Regel missachten. Wir können prüfen, ob wir gegen diese Regel verstoßen, indem wir uns fragen:
• Würde ich wollen, dass jemand mich so behandelt, wie ich ihn behandle?
• Wie fände ich es, wenn man von mir erzählt, was ich falsch von einem anderen berichtet habe?
• Wenn jemand einen Vertrag bricht, genauso wie ich es tue, denke ich dann, dass er im Recht ist?
• Will ich so behandelt werden, wie ich z. B. mit meinen Arbeitnehmern umgehe?
• Wenn die Firma mein wäre, sollen sich meine Arbeitnehmer genauso verhalten wie ich es tue?
Wenn wir nicht wollen, dass uns andere so behandeln wie wir es tun, dann verletzen wir Jesus‘ Goldene Regel. Bekennen wir aber Gott und dem anderen unser Versagen, dann können wir beginnen, den Weg der Vergebung, der Einigung und Versöhnung zu gehen.

Konflikte entstehen oft dann, wenn wir den „Götzen des Herzens“ nachgehen. Dazu zählen:

Ungezügelte Lust nach körperlichem Verlangen wie sexuelle Unmoral, Völlerei, Glücksspiel, Faulheit usw.
Liebt nicht die Welt noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt liebt, ist die Liebe des Vaters nicht in ihm; denn alles, was in der Welt ist, die Begierde des Fleisches und die Begierde der Augen und der Hochmut des Lebens, ist nicht vom Vater, sondern ist von der Welt. Und die Welt vergeht und ihre Begierde; wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit. (1. Brief des Johannes, 2,15–17)

Hochmut und Rechthaberei (Sprüche 8,13)
• Die Furcht des HERRN <bedeutet>, Böses zu hassen. Hochmut und Stolz und bösen Wandel und einen ränkevollen Mund, <das> hasse ich. (Sprüche 8,13)

Geldliebe und Habgier
• Denn eine Wurzel alles Bösen ist die Geldliebe, nach der einige getrachtet haben und von dem Glauben abgeirrt sind und sich selbst mit vielen Schmerzen durchbohrt haben. (1. Brief des Paulus an Timotheus 6,10)

Menschenfurcht
• Menschenfurcht stellt eine Falle; wer aber auf den HERRN vertraut, ist in Sicherheit. (Sprüche 29,25)

1) Thema wird fortgesetzt.
2) Unter Verwendung des Buches „Sei ein Friedensstifter“, Ken Sande, ISBN 978-3-945716-06-09

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Gottesdienst am 23. Juli 2017

Wie wir Konflikte vermeiden

Aufrichtiges Interesse an den Entscheidungen eines anderen und gut gemeinter Rat können zwar richtig sein, doch wir haben die Entscheidung des anderen immer zu respektieren.
• Ein Knecht des Herrn aber soll nicht streiten, sondern gegen alle milde sein, lehrfähig, duldsam, und die Widersacher in Sanftmut zurechtweisen <und hoffen>, ob ihnen Gott nicht etwa Buße gebe zur Erkenntnis der Wahrheit. (2. Brief des Paulus an Timotheus 2,24)

Gott erwartet von uns, dass wir immer unser Wort halten. Gelingt das nicht, dann bitten wir den Betreffenden, uns von der Verpflichtung zu entbinden. Tut er das nicht, dann bitten wir Gott, dass wir unser Wort halten können und aus unseren Fehlern lernen.
• Wenn ein Mann dem HERRN ein Gelübde ablegt oder einen Eid schwört, ein Enthaltungsgelübde auf seine Seele zu nehmen, dann soll er sein Wort nicht brechen: nach allem, was aus seinem Mund hervorgegangen ist, soll er tun. (4. Buch Mose 30,3)

Jede rechtmäßige Autorität ist von Gott eingesetzt, vor allem dazu, Frieden und Ordnung aufrecht zu erhalten. Wir haben uns dieser Autorität zu unterwerfen – auch zum eigenen Wohl.
• Jede Seele unterwerfe sich den übergeordneten Mächten! Denn es ist keine Macht außer von Gott, und die bestehenden sind von Gott verordnet. (Brief des Paulus an die Römer, 13,1, siehe weiter die Verse bis 7)

Gott hat den Machthabern und ihren Ordnungshütern streng geboten, ihre Macht nicht zu missbrauchen, sondern ihren Schutzbefohlenen eifrig zu dienen und ihr Wohl zu suchen.
• Und Jesus rief sie zu sich und spricht zu ihnen: … wer unter euch groß werden will, soll euer Diener sein; und wer von euch der Erste sein will, soll aller Sklave sein. (Evangelium nach Markus 10,42–44)

Gott hat niemanden die Vollmacht gegeben, Sünde zu gebieten. Hier sollen wir den Anordnenden respektvoll überzeugen, was richtig zu tun ist. Gelingt uns dies nicht, dann folgen wir allen Anweisungen, die nicht gegen die Bibel verstoßen und vertrauen auf Gott, dass er für einen guten Ausgang sorgt.
• Aber Daniel nahm sich in seinem Herzen vor, sich nicht mit der Tafelkost des Königs und mit dem Wein, den er trank, unrein zu machen; und er erbat sich vom Obersten der Hofbeamten, dass er sich nicht unrein machen müsse. Und Gott gab Daniel Gnade und Erbarmen vor dem Obersten der Hofbeamten. (Der Prophet Daniel 1,8 und 9)

1) Thema wird fortgesetzt.
2) Unter Verwendung des Buches „Sei ein Friedensstifter“, Ken Sande, ISBN 978-3-945716-06-09

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Gottesdienst am 16. Juli 2017

Wider sündiges Reden

Die Bibel warnt uns, dass die Zunge oft die Hauptursache für Streit ist.
• Die Zunge spricht unbedachte Worte

Da ist ein Schwätzer, < dessen Worte sind > Schwertstiche; aber die Zunge der Weisen ist Heilung. (Sprüche 12,18)
• Die Zunge murrt und klagt
Tut alles ohne Murren und Zweifel, damit ihr tadellos und lauter seid, unbescholtene Kinder Gottes … (Brief des Paulus an die Philipper 2,14–15)
• Die Zunge spricht Unwahrhaftigkeiten
Werde nicht ohne Grund Zeuge gegen deinen Nächsten! Willst du etwa täuschen mit deinen Lippen? (Sprüche 24,28)
• Die Zunge spricht Klatsch
Ein Mann der Falschheit entfesselt Zank, und ein Ohrenbläser entzweit Vertraute. (Sprüche 16,28)
• Die Zunge verleumdet
Du sollst nicht als ein Verleumder unter deinen Volksgenossen umhergehen. Du sollst nicht gegen das Blut deines Nächsten auftreten. (3. Buch Mose 19,16)
• Die Zunge spricht unnütze Worte
Ich sage euch aber, dass die Menschen von jedem unnützen Wort, das sie reden werden, Rechenschaft geben müssen am Tag des Gerichts. (Evangelium nach Matthäus 12,36)

Sündige Worte heizen einen Streit an und können uns von innen zerstören
• Die unheiligen, leeren Geschwätze aber vermeide! Denn sie werden zu weiterer Gottlosigkeit fortschreiten. (2. Brief des Paulus an Timotheus 2,16)

Unbedachte Worte, Nörgeln, Unwahrhaftigkeit, Klatsch, Verleumdungen und unnütze Worte fachen eine Streit nicht nur an, sondern verderben den Charakter der Christen und ihre Beziehung zu Gott. Entsagen wir deshalb allem derartigen Reden und suchen Gottes Hilfe, um den falschen Gebrauch der Zunge zu überwinden.
• Wer das Wort verachtet, bei dem wird gepfändet; wer aber das Gebot fürchtet, dem wird vergolten. (Sprüche 13,13)

1) Thema wird fortgesetzt.
2) Unter Verwendung des Buches „Sei ein Friedensstifter“, Ken Sande, ISBN 978-3-945716-06-09

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Gottesdienst am 9. Juli 2017

Geistestaufe und Wassertaufe

So spricht der HERR, der dich gemacht und von Mutterleibe an dich gebildet hat, der dir hilft: Fürchte dich nicht, mein Knecht Jakob … den ich erwählt habe! Denn ich werde Wasser gießen auf das durstige und Bäche auf das trockene <Land>. Ich werde meinen Geist ausgießen auf deine Nachkommen und meinen Segen auf deine Sprösslinge. (Prophet Jesaja 44,2–3)

Das Neue Testament berichtet immer wieder davon, wie sich Menschen Gott zuwandten und sich danach taufen ließen. (Apostelgeschichte 2, 38; 8,12+36–38; 9,18; 10,44–48; 18,8 und andere)

• Ich <Johannes> zwar taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, dessen Sandalen zu tragen ich nicht würdig bin; er wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen. (Evangelium nach Matthäus 3,11)

Die Bibel kennt also eine Wassertaufe und eine Taufe mit dem heiligen Geist. Wir haben immer zu überlegen, um welche Taufe es sich in der betreffenden Bibelstelle handelt.

Nach dem Brief des Paulus an die Römer, Kapitel 8, hat jeder Mensch, der zu Gott gehört, den Heiligen Geist. Bei seiner Wiedergeburt empfing er bei der Geistestaufe den Heiligen Geist. Dies gilt auch für Christen, die aus welchem Grund auch immer, die Wassertaufe noch nicht empfangen haben. Geistestaufe und Wassertaufe können zeitlich auseinanderfallen. Das bedeutet auch, dass die Wassertaufe nicht heilsnotwendig ist.
Die Wassertaufe ist nach den Briefen des Paulus an die Römer (Kapitel 6) und an die Kolosser (Kapitel 2) ein Begräbnis. Durch die Wassertaufe wird das abgebildet und „bestätigt“, was vor der Wassertaufe bei der Bekehrung und Wiedergeburt des Menschen geschah: Nämlich, dass der alte Mensch mit Christus gekreuzigt wurde, gestorben ist und wiedergeboren wurde zum neuen Leben.

• Denn ihr alle seid Söhne Gottes durch den Glauben in Christus Jesus. Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft worden seid, ihr habt Christus angezogen. (Brief des Paulus an die Galater 3,26–27)
• Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. (2. Brief des Paulus an die Korinther 5,17)

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Gottesdienst am 18. Juni 2017

„Ein Mann mit Gott ist immer in der Mehrheit.“ (John Knox, schottischer Reformator)

Der HERR hat die sündigen Söhne Israel, die Baal anbeteten, in die Hand Midians gegeben. Der Richter Gideon war auserwählt, Israel von den Midianitern zu befreien. Gideon verzagte, seine Streitmacht war viel zu klein. Es stand die Entscheidungsschlacht gegen die Heere Midans, Amaleks und der Söhne des Ostens an. Und der HERR war mit ihm.

• Da sprach der HERR zu Gideon: Mit den dreihundert Mann … will ich euch retten und Midian in deine Hand geben. Das ganze „übrige“ Volk aber soll gehen, jeder an seinen Ort. (Buch der Richter 7,7)

Verzagtheit gibt es, seit es Menschen gibt:
• Und die Aufseher sollen weiter zum Volk reden und sagen: Wer ist der Mann, der sich fürchtet und ein verzagtes Herz hat? Er mache sich auf und kehre in sein Haus zurück, damit nicht das Herz seiner Brüder verzagt werde wie sein Herz. (5. Buch Mose 20,8)

Gideon schleicht sich im Auftrag Gottes ins feindliche Heerlager und erlebt folgendes:
• Und als Gideon ankam, siehe, da erzählte ein Mann seinem Gefährten gerade einen Traum und sagte: Siehe, ich habe einen Traum gehabt. Und siehe, ein Laib Gerstenbrot rollte in das Heerlager Midians. Und es kam bis zum Zelt und schlug es nieder, dass es umfiel, und kehrte es um, „das Unterste“ zu oberst, und das Zelt lag da.
• Da antwortete sein Gefährte und sagte: Das ist nichts anderes als das Schwert Gideons, des Sohnes des Joasch, des Mannes von Israel! Gott hat Midian und das ganze Heerlager in seine Hand gegeben!
• Und es geschah, als Gideon die Erzählung des Traumes und seine Deutung hörte, da betete er an. Und er kehrte ins Heerlager Israels zurück und sagte: Macht euch auf! Denn der HERR hat das Heerlager Midians in eure Hand gegeben!
 (Richter 7,13–15)

Gideons Glaube erstarkt und er reißt die anderen mit zum Sieg. Mit Gott sind die Menschen stark – im Glauben, im Leben, in der Familie, im Beruf. Dazu brauchen wir Anleitung und Ermutigung durch den HERRN.

• Freut euch im HERRN allezeit! Wiederum will ich sagen: Freut euch! (Brief des Paulus an die Philipper 4,4)

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Gottesdienst am 11. Juni 2017

Was Jesus von UNS verlangt

• Niemand kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird einem anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. (Evangelium nach Matthäus 6,24) Jesus stellt Ansprüche an uns.
Wenn es den Menschen gut geht im Leben, dann suchen sie nicht so schnell Jesus und seine Wahrheit. Auch unter Christen gibt es dieses „weichgespülte“ Verhalten. Da stehen die Werke oft vor dem Glauben. Steht Jesus nicht an erster Stelle, dann fehlt sein Halt in unserem Leben, und es besteht die Gefahr, bei Problemen ins Bodenlose zu fallen.
Wem es dagegen schlecht geht, der sucht oft Hilfe bei Gott und bekommt sie von ihm.

Je weiter die Menschen sich von Gott entfernen, umso schwieriger wird ihr Leben, umso größer werden oft die Probleme (Drogenmissbrauch, Süchte verschiedenster Art, Anbeten von Geld und anderen Götzen, seelische Verletzungen). Wenn ein Mensch sehr tief im Elend steckt und zu weit von Gott entfernt ist, dann braucht er oft seelsorgerische Hilfe, um zurück zu Jesus zu finden.
Geben wir alle unsere Probleme, Sorgen und Ängste an Jesus ab und werden frei davon. Dazu sagt die Bibel:

• Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. (Psalm 23,1)
• Du, HERR, wollest deine Barmherzigkeit nicht von mir wenden; lass deine Güte und Treue alle Wege mich behüten. (Psalm 40,12)
• Der Gott des Friedens heilige euch durch und durch und bewahre euren Geist samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für das Kommen unseres Herrn Jesus Christus. Treu ist er, der euch ruft; er wird’s auch tun. (1. Brief des Paulus an die Thessalonicher 5,23-24)

Jesus stellt Ansprüche an uns.
Er will echte Nachfolger, die ihr Leben grundlegend verändern. (siehe Evangelium nach Lukas 14,26) Er will, dass wir ihm unser Leben vollständig übergeben.
Die Nachfolge, das Vertrauen zu Jesus muss immer wieder neu gelernt und praktiziert werden. Dem Gebet, die „Hotline“ zu Jesus kommt dabei größte Bedeutung zu. Es wächst die Liebe zu Gott, zu seinem Wort, es wächst das Ausrichten am Willen des HERRN.

Prüfen wir also unser Leben, ob es Bereiche gibt, die Jesus nicht gehören und beginnen dort unverzüglich mit den „Aufräumarbeiten“.

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Gottesdienst am 28. Mai 2017

Gott ist Liebe

• Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. (Evangelium nach Johannes 3,16)

In der Welt wird Liebe oft als unfreiwilliges Gefühl beschrieben: Es hat einen erwischt – wie ein Blitz aus heiterem Himmel – es hat gefunkt. Wille spielt offensichtlich keine Rolle.
In der Popmusik geht es bei Liebe meist um Sehnsüchte, Erwartungen und unerfüllte Wünsche.

Gottes Liebe ist
• unbeeinflusst, kommt aus Gottes freiem Willen, wir können diese Liebe nicht hervorrufen, Gott richtet sie aus eigenem freien Willen auf uns;
• selbstaufopfernd für den Geliebten und
• aktiv, ist eine Haltung, beinhaltet Gefühle, veranlasst Handlungen, um die Bedürfnisse des Geliebten zu stillen.

Gott ist Liebe und mehr als Liebe. Gott ist ein persönliches Wesen, Gott hat Wille, Gefühl und Verstand, Liebe ist der höchste Ausdruck seiner Person. Es ist Gottes ureigenes Wesen zu lieben, seine Heiligkeit ist eine liebende Heiligkeit, die sich Sündern ausstreckt, um sie zu retten.

1. Brief des Paulus an die Korinther 13,4–7 beschreibt die gottergebene menschliche Liebe:
• Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig; sie neidet nicht; die Liebe tut nicht groß, sie bläht sich nicht auf,
sie benimmt sich nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet Böses nicht zu,
sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sondern sie freut sich mit der Wahrheit,
sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles.

Die gottergebene Liebe ist das Gegenteil unseres menschlichen egoistischen Verhaltens.
Sie ist zielgerichtete Selbsthingabe. Sie ist charakterisiert durch:
• Liebe zu Gott (1. Korintherbrief 16,22)
• Liebe zu den Mitgeschwistern (1. Johannesbrief 3,14)
• Liebe zur Wahrheit und Gerechtigkeit (Brief des Paulus an die Römer 6,17–18)
• Liebe zum Wort Gottes (Psalm 1,2)
• Feindesliebe (Evangelium nach Matthäus 5,44)

Der Apostel Johannes bezieht Stellung gegen falsche Glaubensgewissheit. Liebe ist die Prüfung für Christsein.
• Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt, denn Gott ist Liebe. (1. Brief des Johannes 4,8)

Für uns gilt:
• Geliebte, lasst uns einander lieben! Denn die Liebe ist aus Gott; und jeder, der liebt, ist aus Gott geboren und erkennt Gott. (1. Johannesbrief 4,7)

1) Unter Verwendung des Buches „Die Liebe Gottes“, John MacArthur, ISBN 978-3-935558-59-4

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Gottesdienst am 21. Mai 2017

Sündenbekenntnis bringt Befreiung

• Wer seine Schuld zudeckt, wird keinen Erfolg haben, wer sie aber bekennt und lässt, wird Erbarmen finden. (Sprüche 28,13)

Wenn wir über das Evangelium Jesu Christi nachdenken, dann verschwindet unser Stolz, geben wir unsere Selbstgerechtigkeit auf, prüfen uns, bekennen unsere Schuld und werden davon befreit. Mit Gott versöhnt zu sein, motiviert uns, möglichst jeden von uns verursachten Schaden wieder gut zu machen. Folgende Schritte wollen wir gehen:

1. Schritt – Buße
Buße können wir nicht aus uns heraus tun. Buße ist eine Gabe Gottes, um die wir ihn bitten. Buße (griechisch metanoia) bedeutet Umdenken. (Siehe Gleichnis vom verlorenen Sohn, Evangelium nach Lukas 15.) Es ist die Erkenntnis, dass das bisherige Verhalten falsch war. Umdenken führt weg von der Sünde und hin zu Gott. Der bußfertige Sünder wird vom sündigen Verhalten geheilt und befreit.

• Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Mann der Bosheit seine Gedanken! Und er kehre um zu dem HERRN, so wird er sich über ihn erbarmen, und zu unserem Gott, denn er ist reich an Vergebung! (Prophet Jesaja 55,7)

2. Schritt – Prüfe dich selbst
Eine gründliche Selbstprüfung ist Bestanteil der Buße. Damit werden Sünde und Fehler aufgedeckt. Fehler sind nicht immer Sünde. Trotzdem sind sie einzugestehen und der Schaden ist wiedergutzumachen. Das Wort sündigen bedeutet in der Bibel das Ziel verfehlen. Sündigen heißt, nicht zu tun, was Gott gebietet. Das trifft auch zu, wenn unsere Gedanken, Worte und Taten sich nicht bewusst gegen Gott richten. Wir dürfen unsere Sünden nicht verbergen, nicht vertuschen, leugnen oder wegerklären.

• Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. (1. Brief des Johannes 1,8)

Wenn es uns schwer fällt, unsere Übertretungen zu erkennen und zu bekennen, dann müssen wir Gott bitten, dass er uns die Sünden aufzeigt und Buße schenkt. Wir bitten einen geistlich reifen Freund um Rat und Korrektur, auch wenn uns nicht immer alles gefällt, was gesagt werden muss. Wenn wir uns demütigen und zurechtweisen lassen, werden wir unsere Sünden klarer erkennen.

• Der Weg des Narren erscheint in seinen <eigenen> Augen recht, der Weise aber hört auf Rat. (Sprüche 12,15)

1) Thema wird fortgesetzt.
2) Unter Verwendung des Buches „Sei ein Friedensstifter“, Ken Sande, ISBN 978-3-945716-06-09

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Gottesdienst am 7. Mai 2017

Der wahre Weinstock

• Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner. Jede Rebe an mir, die nicht Frucht bringt, die nimmt er weg; und jede, die Frucht bringt, die reinigt er, dass sie mehr Frucht bringe. (Evangelium nach Johannes 15,1–2)

Jesus fordert uns auf, Frucht zu bringen, zu wachsen und zu reifen. Dazu verändert er uns, was manchmal auch wehtun kann. Zum Beispiel schlechte Verhaltensweisen abzulegen.
Gott greift ein in unser Leben. Wir brauchen sein Wort und die Gemeinschaft mit anderen Christen. So können wir ihn besser verstehen und den richtigen Weg finden.

Jesus ist ein unvergänglicher Quell. Er schenkt uns ewiges Leben. Immer wieder gibt er Freude und Liebe in unser Herz, fordert aber auch Gehorsam ein und seine Gebote zu halten. Liebe und Gehorsam lassen sich nicht trennen. Jesus will geliebt werden und will auch, dass wir Menschen uns lieben.

• Wie der Vater mich geliebt hat, habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe!
• Dies ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, wie ich euch geliebt habe.
(Johannesevangelium 15,9 und 12)

Ein Christ kann mit Gott und sich selbst sehr in Reinem sein. Unglücklich wird der, der an Gott nicht so glaubt, wie Gott es will. Wir sollen sämtliche Lasten ablegen, die uns hindern, Gott nachzufolgen.

• Deshalb lasst nun auch uns, da wir eine so große Wolke von Zeugen um uns haben, jede Bürde und die uns so leicht umstrickende Sünde ablegen und mit Ausdauer laufen den vor uns liegenden Wettlauf. (Brief an die Hebräer 12,1)

Gott legt uns Ziele ins Herz und gibt uns das Gebet zum Erreichen der Ziele. Es kann um alles Gute gebetet werden. Gott schenkt uns Bleibendes.

• Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch geschehen. (Johannesevangelium 15,7)

Wir Christen haben eine persönliche Beziehung zu Jesus, wir dürfen auf ihn hören, ihm Freude machen – und unser Leben trägt Frucht. Für Gott, für die Gemeinde und für die anderen Menschen._________________________________________

Gottesdienst am 30. April 2017

Götzendienst ersetzen durch Anbetung des wahren Gottes

Wenn Menschen nicht volle Zufriedenheit und Geborgenheit in Gott haben, dann suchen sie Glück und Geborgenheit woanders. Götzen sind unerfüllte Wünsche, die uns beherrschen. Diese Wünsche verstellen sich gerne als etwas, das wir brauchen oder verdienen oder gar als etwas, das das Reich Gottes vermeintlich voranbringt. Sie bringen uns mit anderen Menschen und mit uns selbst in Konflikte.

Wenn wir die Götzen aus unserem Herzen hinauswerfen wollen, dann gelingt das nur mit der Anbetung des wahren Gottes. Dazu sind mehrere Schritte notwendig:

• Tut Buße vor Gott!
Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit. (1. Brief des Johannes 1,9; Psalm 51,19)
• Fürchtet Gott!
Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis. (Sprüche 1,7; Evangelium nach Matthäus 10,28; Psalm 130,3–4)
• Liebt Gott!
Er aber sprach zu ihm: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand. (Matthäusevangelium 22,37; Psalm 34,10; Matthäusevangelium 6,33; Psalm 73,25–26)
• Vertraut auf Gott!
Es ist besser, sich bei dem HERRN zu bergen, als sich auf Menschen zu verlassen. (Psalm 118,8; Psalm 37,5–6; 2. Brief des Petrus 1,3–4)
• Erfreut euch an Gott
Habe deine Lust am HERRN, so wird er dir geben, was dein Herz begehrt.
 (Psalm 37,4; Brief des Paulus an die Philipper 4,4 und 1. Brief an die Thessalonicher 5,16–18)

Wer Gott liebt, lobt, dankt und sich an ihn erfreut, dem wird Gott seine Wünsche erfüllen durch die beste aller Gaben – mehr von ihm selbst! Wer lernt, sich immer mehr an Gott zu erfreuen, wird immer weniger das Bedürfnis verspüren, Erfüllung und Geborgenheit in den Dingen dieser Welt zu suchen.

Durch Gottes Gnade können wir den Einfluss des Götzendienstes stetig verringern und uns immer mehr der Vertrautheit und Geborgenheit erfreuen, die aus der Anbetung des einzig wahren Gottes kommen.

1) Unter Verwendung des Buches „Sei ein Friedensstifter“, Ken Sande, ISBN 978-3-945716-06-09_________________________________________

Gottesdienst am 23. April 2017

Martin Luther

• Unser Heiland-Gott will, dass alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. (1. Brief des Paulus an Timotheus 2,4)

Die Zeit von Martin Luder (Name seiner Eltern) war gekennzeichnet von Ablasshandel; die Päpste strebten nach Geld, Macht und Ehre, sie liebten Luxus, Genuss und Frauen; das Evangelium von Christus durfte nicht bekannt sein. In den Händen des Volkes war es eine Bedrohung für die Kirche. Wer in den Himmel kommen wollte, musste ein treuer Christ und Kirchgänger sein.

Die Erkenntnis zur Rechtfertigung allein durch Gnade kam Luder mit der Bibelstelle
• Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht, ist es doch Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden, sowohl dem Juden zuerst als auch dem Griechen. Denn Gottes Gerechtigkeit wird darin geoffenbart aus Glauben zu Glauben, wie geschrieben steht: „Der Gerechte aber wird aus Glauben leben.“ (Brief des Paulus an die Römer 1,16 und 17)

Luder: „Da hatt ich das Empfinden, ich sei geradewegs von neuem geboren und durch die geöffneten Tore in das Paradiese selbst eingetreten.“ Luder glaubte, dass ihn Jesus von seiner Schuld befreit hat. Er unterschrieb nun seine Briefe mit Martinus Eleutherius, als Martin der Befreite, und änderte seinen Namen in Luther. Luther schlug die 95 Thesen an die Wittenberger Schlosskirche und sollte sie vor dem Reichstag in Worms wiederrufen. Er lehnte ab, wurde für vogelfrei erklärt und zum Schutz durch den Sächsischen Kurfürsten auf die Wartburg gebracht.

• Die Menschen müssen die Bibel kennen, um das Erlösungswerk Christi annehmen zu können.
Auf der Wartburg übersetzte er das Neue Testament und dann gemeinsam mit Melanchthon und anderen das Alte Testament.

• Die Lutherbibel wurde zu einem Lehrbuch, durch das jeder die Botschaft von Jesus‘ Erlösungswerk verstehen kann.
Luthers schöpferische Sprachgewalt verlieh der eher nüchternen deutschen Sprache Ausdruck, Farbe und Lebendigkeit. Seine Bibel prägte die deutsche Geschichte und Kultur nachhaltig.

• Es geht um unser Heil – die fünf Grundsätze der Reformation (aus Paulus-Briefen)
Allein die Schrift
Die Bibel ist die hinreichende Vermittlerin des Heils und benötigt keine Ergänzung. (2. Timotheus 3,16–17)
Allein durch den Glauben
Ein Mensch kann sich die Anerkennung Gottes nicht durch Werke verdienen. (Römer 4,5)
Allein durch Gnade
Ein Mensch kann nicht aufgrund seines Handelns Gnade von Gott erwarten. (Römer 3,21–28)
Christus allein
Allein Jesus bewirkt mit seinem Leiden und Sterben die Erlösung des sündigen Menschen. (1. Timotheus 2,5)
Dem alleinigen Gott sei die Ehre
Allein Gott gebührt die Ehre für die Rettung aus Gnade. (Epheser 2,8–9)

1) Unter Verwendung der Broschüre „Martin Luther und die mächtigste Botschaft der Welt“, Eberhard Dahm, Stiftung Missionswerk Werner Heukelbach


Jubiläums-Gottesdienst zum 25-jährigen Bestehen unserer Gemeinde

(9. April 2018)

Der Sohn des Menschen ist gekommen, zu suchen und zu retten, was verloren ist. (Evangelium nach Lukas 19,10)

Die Geschichte vom Oberzöllner Zachäus (Lukasevangelium 19,1–10)

Die Menschen streben heutzutage angestrengt nach persönlichem Glück. Wenn sie es erreicht haben, stellen sie oft fest, dass es doch nicht das erwünschte ist. Und so streben sie rastlos immer weiter. Wir können uns aber nicht selbst retten und wir können und auch keine anderen Menschen retten. Das kann nur Jesus.

Wir Christen sollen und wollen uns von diesem Mainstream lösen und unser besonderes Streben auf Jesus richten.

Das tat Zachäus. Gott gibt uns viele Gelegenheiten, diesen Weg zu gehen und nimmt uns dabei an die Hand. Er bereitet uns oft mit dem Lösen „kleinerer“ Aufgaben auf größere vor. So war es mit Davids Hirtendienst. Es gehört aber auch dazu, dass wir selbst schauen, was Gott für uns bereithält, welche Tür er für uns öffnet.

In der Welt gibt es Mobbing, Intrigen und Lügen. Hier werden Menschen oft in Ecken gestellt, in die sie nicht gehören. Jesus dagegen macht uns getrost und froh. Er schenkt uns seine volle Annahme und Aufmerksamkeit. Zachäus war verloren. Er bereute und Jesus schenkte ihm Heil (Verse 8 und 9).

Vom Verloren sein und den damit verbundenen Konsequenzen zu sprechen, ist nicht mehr modern. So versucht man Jesus‘ Erlösungswerk in den Hintergrund zu rücken. Was dies aber für die Menschen bedeutet, zeigt das Evangelium nach Johannes 3,17–21.

Wir Menschen brauchen Rettung und werden nur errettet
allein durch Jesus,
allein durch Gnade (Geschenk)
allein durch Glauben.

Wir als Gemeinde sind in die Welt gestellt, um dies zu bezeugen. Wir danken Jesus für seine Gnade und seinen Segen, die er unserer Gemeinde schenkt und wollen immer wieder einladen zu Gott. Jesus sucht auch heute verlorene Menschen, genauso so wie damals in Jericho. Und er errettet sie, genauso wie damals den Oberzöllner Zachäus.

Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm. (Evangelium nach Johannes 3,36)


Gottesdienst am 2. April 2017

Die Herrlichkeit des Himmels

Brief des Paulus an die Epheser 1,3
• Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus! Er hat uns gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt in Christus.

Wie herrlich Gott, sein Thron und der Himmel sind, wird in der Bibel an mehreren Stellen beschrieben: z. B. Psalm 104,1 und 2; Prophet Hesekiel ab Kap. 1; Apostelgeschichte 7,55 und 56; Offenbarung nach Johannes ab Kap. 4. Hesekiel liefert eine sehr lebhafte Beschreibung, Johannes eine sehr ausführliche.

Im Himmel befindest sich, was uns Christen wertvoll ist.
• Der Vater ist dort (Vater unser …)
• Jesus sitzt zur Rechten des Vaters.
• Viele Brüder und Schwestern in Christus sind dort.
• Unser Bürgerrecht ist im Himmel (Brief des Paulus an die Philipper 3,20), da wir Gäste ohne Bürgerrecht und Fremdlinge auf Erden sind (Brief des Paulus an die Hebräer 11,13).
• Die Hoffnung auf den Himmel soll uns mit Vorfreude erfüllen und vom Griff der vergänglichen Welt auf unser Herz befreien.
• Die Sehnsucht, Gottes Herrlichkeit zu sehen, ist ein Kennzeichen des wahren Glaubens an ihn.

Evangelium nach Matthäus 5,8
• Glückselig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.

Viele Menschen verlieren den Himmel aus dem Blick, weil sie von Weltlichkeit und Materialismus gefangen genommen werden. Alle irdischen Dinge vergehen aber zusammen mit dem Vergnügen, das sie bereiten. Deshalb werden wir aufgefordert, Schätze im Himmel zu sammeln, die niemals zerstört werden oder vergehen können.

Brief des Paulus an die Kolosser 3,1 und 2
• Wenn ihr nun mit dem Christus auferweckt worden seid, so sucht, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes! Sinnt auf das, was droben ist, nicht auf das, was auf der Erde ist!

Auf der Erde sind wir unvollkommen. Im Himmel werden wir vollkommen neu gemacht, an Körper und Seele.

Römer 8,28 und 29
• Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach „seinem“ Vorsatz berufen sind. Denn die er vorher erkannt hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein.

Der Veränderungs-Prozess beginnt, indem wir uns vom Unglauben zum Glauben bekehren. Wir werden – auf der Grundlage, was Christus für uns getan hat – sofort als vollkommen gerecht vor Gott angesehen.

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Gottesdienst am 26. März 2017

Die Macht des Wortes 

Gott sprach und es geschah. (1. Buch Mose 1;3, 6, 9, 11, 14, 20, 24 und 26)

Ein Wort ist Ausdruck eines Gedankens. Die Zunge ist machtlos ohne Worte. Ihre (zwiespältige) Macht erfährt sie erst durch Worte. Mit der Zunge Worte preisen wir den Herrn und Vater im Himmel und fluchen auch den Menschen, die nach Gottes Willen geschaffen sind. (Brief des Jakobus 3,9).
Worte allein reichen bei uns Menschen nicht aus, um etwas zu verändern. Wir müssen Taten folgen lassen (1. Brief des Johannes 3,18).

Evangelium nach Johannes 1,1
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.

Bei Gott ist Wort = Tat. Das Wort war da und beteiligt am Schöpfungsprozess. Das Wort ist die Quelle des Lebens und des Lichts. Wo Licht ist, da war vorher Dunkelheit. Das Wort hat eine innige Beziehung zu Gott.

Evangelium nach Johannes 1,14
• Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.

Somit ist das Wort = Jesus, so dass formuliert werden kann: Im Anfang war Jesus, und Jesus war bei Gott, und Jesus war Gott.
Alles ist Gottes Schöpfung, alles gehört Gott – auch wir Menschen gehören ihm. Wir sind geschaffen zur Ehre Gottes und haben immer auf Jesus hinzuweisen, wie Johannes der Täufer es tat.

Evangelium nach Matthäus 3,11
• Ich zwar taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, dessen Sandalen zu tragen ich nicht würdig bin; er wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen.

Wir Menschen können Gottes Kinder werden, durch seine Gnade und Liebe und durch unser Bekenntnis zu ihm aus ganzem Herzen und aus ganzem Verstand und aus ganzer Seele.
Wir Kinder Gottes haben immer auf Jesus zu schauen.
Wir leben aus seiner Gnade, die wir an andere Menschen weiter geben können.
Wir preisen und danken ihm.
Wir bitten ihn um weiteres geistliches Wachstum und um andauernde geistliche Neuausrichtung.

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Gottesdienst am 12. März 2017

Nur mit Gott werden wir Sieger sein 

5. Mose 33,29
• Glücklich bist du, Israel! Wer ist wie du, ein Volk, gerettet durch den HERRN, der Schild deiner Hilfe und der das Schwert deiner Hoheit ist? Schmeicheln werden dir deine Feinde, du aber, du wirst einherschreiten über ihre Höhen.

Ein Mensch auf der Seite Gottes, wird trotz allem was gegen ihn kommt, am Ende Sieger sein.

Jakob am Fluss Jabbok – sein Name wird geändert von „Betrüger“ zu „Gottes Streiter“ (1. Buch Mose, Kap. 32)
In der Nacht vor dem Wiedersehen mit seinem Bruder Esau ringt Jakob mit einem Mann, der ihm die Hüfte verrenkt. Der Rivale, Gott, stellt ihm die Frage: „Wie heißt Du?“ Jakob antwortet „Ich bin Jakob, ein Betrüger.“ Jakob bekennt seine Schuld und Gott schenkt ihm den Namen Israel und ein neues Leben.
Jakob war mit Gott. Aus ihm entstanden Nationen.

Elia, ein Mann Gottes (1. Buch der Könige, Kap. 18)
Die Israeliten verehren den Götzen Baal. Es herrscht drei Jahre Trockenheit. Alle sehnen sich nach Regen. Elia fordert, dass alle Propheten des Baal ihren Gott anrufen, um ihr Opferfeuer zu entfachen. Baal meldet sich nicht, er bewirkt nichts. Elia ruft Gott an, der HERR zeigt seine Macht und setzt Elias Opferfeuer in Brand. Die Israeliten kehren um zu Gott und der HERR schickt Regen.
Gott war mit Elia und Elia siegte mit Gott.

Wenn Menschen heutzutage ihr Wissen von Gott verdrängen, dann leugnen sie Gott oft nicht gänzlich. Sie erfinden einen passenden Gott für sich selbst. Sie reden sich ein, dass sie den Gott der Bibel verehren, aber in Wirklichkeit verehren sie sich selbst.
Jesus fordert von uns, dass wir nicht lau in unserem Glauben an Gott sind, dass wir uns zu Gott bekennen mit ganzen Herzen und mit ganzer Seele und mit ganzem Verstand. (Offenbarung des Johannes 3,15–16; Evangelium des Matthäus 22,37). Er gibt uns die Verheißung des Sieges.

Offenbarung des Johannes 2,7
• „Wer überwindet, dem will ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, der im Paradiese Gottes ist.“

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Gottesdienst am 5. März 2017

Wie das Herz frei von Götzen wird 

Evangelium des Matthäus 22,37
• Er aber sprach zu ihm: “Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand.“

Wenn wir uns nach etwas anderem außer Gott sehnen, etwas mehr fürchten als ihn oder auf etwas anderes mehr vertrauen als auf ihn, dann beten wir einen Abgott, einen Götzen an.
Es gibt nur einen einzigen Weg, davon frei zu werden: Auf Gott zu schauen. Gott hat uns Befreiung von unserem Götzendienst verschafft, indem er seinen Sohn sandte. Durch Jesus Christus können wir gerecht werden vor Gott und Befreiung von Sünde und Götzendienst finden.

Brief des Paulus an die Römer 8,2
• Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat dich freigemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.

Um diese Vergebung und Freiheit zu empfangen, müssen wir unsere Sünde erkennen, uns von ihr abwenden und unser Vertrauen auf Jesus Christus setzen.

Gott benutzt drei Mittel, um uns dafür seine Gnade zukommen zu lassen:
• Die Bibel, Gottes Wort ist lebendig und voller Kraft. Das Studieren der Bibel, das Nachdenken darüber sowie das Hören von Predigten zeigen uns, wie wir Gott lieben und anbeten können.
• Der Heilige Geist erschließt uns Gottes Wort, zeigt uns unsere Sünden und lässt uns nach einem gottgefälligen Leben streben. Dazu beten wir täglich, dass uns der Heilige Geist führt und stärkt.
• Die Gemeinde, das sind Brüder und Schwestern, die uns liebevoll auf Götzen aufmerksam machen und uns im geistlichen Wachstum ermutigen und führen.

Durch diese Gnadenmittel hilft Gott uns, unseren Lebenswandel zu überprüfen und einen Götzen nach dem anderen zu enttarnen und uns davon zu befreien.

1) Siehe Gottesdienst vom 29. Januar 2017
2) Unter Verwendung des Buches „Sei ein Friedensstifter“, Ken Sande, ISBN 978-3-945716-06-09

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Gottesdienst am 26. Februar 2017

Falsche und reine Lehre 

1. Brief des Paulus an Timotheus 1,5
• Das Endziel der Weisung aber ist Liebe aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben.

Nicht der Frommtuende, sondern der, der den Willen des Vaters im Himmel tut und ihm sein Leben anvertraut, der wird in den Himmel kommen (Evangelium des Matthäus 7,15–23).

Es gibt falsche Propheten, die den Weg zu Gott erschweren oder verhindern. Christen schenken ihnen manchmal Gehör. Sie können vom rechten Glauben abfallen. Deshalb ist zu prüfen.

1. Brief des Paulus an die Thessalonicher 5,21
• Prüft aber alles, das Gute haltet fest!

Manchmal kann das Gute noch nicht von jedem Menschen erkannt oder angenommen werden. Da ist christliche Toleranz nötig. Nur Gott richtet und entscheidet. Er trennt zum gegebenen Zeitpunkt das Unkraut vom Weizen (Evangelium des Matthäus 13,30).

Irrlehrer sind abzulehnen. Wer nicht in der Lehre bleibt, der hat Gott nicht (2. Brief des Johannes 7–11). In der Gemeinde soll in notwendigen, wichtigen und klar in der Bibel geregelten Dingen Einheit bestehen. In unwichtigen und zweifelhaften soll es gegenseitig Nachsicht und Freiheit im Denken, Handeln und Glauben geben. Die Zweifel können auch daraus resultieren, dass wir Gottes Willen nicht vollständig erkennen. Trotzdem haben wir für die Wahrheit im Glauben einzutreten, aber nicht mit dem „Schwert“, sondern mit dem Wort. Aus den Werken der Apostel und Propheten schöpfen wir dazu die richtige Lehre. Die Bibel ist Maßstab für unser Handeln und für unsere Sicht auf Andere. Die reine Lehre bedeutet Rettung. Der Weg zur Rettung ist schmal. Die Lehre ist der notwendige Rahmen für die Entfaltung unseres Glaubens. Dafür schenkt uns Gott Impulse.

Brief des Paulus an die Epheser 4,11–12
• Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi.

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Gottesdienst am 19. Februar 2017

Gemeinschaft mit Gott 

Brief des Paulus an die Galater 2,20
• und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir … 

Das Alte Testament spricht vom Bund mit Gott. Gott bot den Menschen, den Israeliten, immer wieder den Bund an. Gott ist der Souverän. Sein auserwähltes Volk brach den Bund immer wieder, aber Gott lässt Gnade walten. Gottes Bund ist ein Gnadenbund.

1. Buch Mose 9,11, Noah-Bund nach der Sintflut • „Ich richte meinen Bund mit euch auf, dass nie mehr alles Fleisch ausgerottet werden soll durch die Wasser der Flut, und nie mehr soll es eine Flut geben, die Erde zu vernichten.“

Im Neuen Testament ist die Gemeinschaft mit Gott, die persönliche Beziehung zu Jesus, von überragender Bedeutung. Grundlage für diese Gemeinschaft ist der Mensch in Christus, das Kind Gottes, ein neuer Mensch. Die Begründung dieser Gemeinschaft ist eine reine Gottestat, eine im Glauben gegebene dauernde Seins- und Lebensgemeinschaft mit Gott. Ausdruck dafür ist:

1. Brief des Paulus an die Korinther 1,9
• „Gott ist treu, durch den ihr berufen worden seid in die Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn.“

Die Gemeinschaft mit Christus wird sichtbar in der Gemeinschaft der Christenuntereinander. Gott teilt uns mit, wie wir sein und werden sollen. Er fordert von uns, in der Gemeinde nach dem Grundsatz der Liebe zu wandeln. Und dies sollen und wollen wir nach außen tragen.

Brief des Paulus an die Römer, 12,9–21 (auszugsweise)
• „Die Liebe sei ungeheuchelt! Verabscheut das Böse, haltet fest am Guten!
• In der Bruderliebe seid herzlich zueinander, in Ehrerbietung einer dem anderen vorangehend;
• In Hoffnung freut euch; in Bedrängnis harrt aus; im Gebet haltet an;
• Freut euch mit den sich Freuenden, weint mit den Weinenden!
• Vergeltet niemand Böses mit Bösem; seid bedacht auf das, was ehrbar ist vor allen Menschen!
• Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit dem Guten!“

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Gottesdienst am 12. Februar 2017

2. Buch der Könige 22,19
• „Weil dein Herz weich geworden ist und du dich vor dem HERRN gedemütigt hast …, darum habe auch ich gehört, spricht der HERR.“ 

In den Büchern Könige 1 und 2 haben sich die Israeliten immer weiter von Gott entfernt und huldigten Götzen. König Josia war eine Ausnahme. Bei der Tempelrenovierung fand man das 5. Buch Mose, das seinen Glauben an Gott entscheidend beeinflusste. Er erkannte, dass der Schöpfer Anspruch auf alleinige Liebe hat, erneuerte den Bund mit Gott und reinigte das Land von den Götzen.

5. Mose 10,12
• „Und nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, von dir als nur, den HERRN, deinen Gott, zu fürchten, auf allen seinen Wegen zu gehen und ihn zu lieben und dem HERRN, deinem Gott, zu dienen mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele.“

Die heutige Zeit ist von Gottferne geprägt. Gott will, dass wir friedlich mit jedem Menschen zusammenleben. Wir haben Jesus‘ Auftrag, die Menschen mit Gott und seinem Wort bekannt zu machen. Wir dürfen nicht richten, das ist dem Herrn vorbehalten (Evangelium des Matthäus 13, 24–30).

Wenn wir Gehör bei Gott finden wollen, dann müssen wir Gott hören.

Menschen haben Vorbilder, reagieren auf Impulse, Meinungen und Taten anderer. Gott benutzt Menschen – ganz gleich ob sie glauben oder nicht – um uns zu führen und zu verändern, um uns Kraft zu geben und unseren Glauben zu stärken.
König Josia erkannte nicht, dass Gott durch den götzendienenden ägyptischen König sprach. So fand er einen zeitigen Tod in der Schlacht.
Es kommt darauf an, im Glauben Gottes Eigreifen zu erkennen und nach seinem Willen zu handeln. Jesus verheißt uns:

Brief des Paulus an die Römer 8,28
• „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach seinem Vorsatz berufen sind.“

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Gottesdienst am 29. Januar 2017

Götzen – Richten und Bestrafen

Ein unerfüllter Wunsch kann zur Forderung werden, an die wir unser Herz hängen. Wenn diese Forderung in uns wichtiger wird als Gott, dann huldigen wir einem Götzen, einem Abgott. Abgöttische Forderungen können dazu führen, dass wir andere richten. Je näher wir diesen anderen stehen, desto mehr erwarten wir von ihnen und desto wahrscheinlicher ist es, dass wir sie richten, wenn sie unseren Erwartungen nicht gerecht werden (s. Gottesdienst am 15. Januar 2017).

Sündiges Richten zeichnet sich durch Überlegenheitsgefühle, Widerwillen, Verdammen, Verbitterung oder Groll aus. Es offenbart, dass man weder echte Liebe noch Sorge für den anderen hat. Wir überschreiten Grenzen und spielen Gott.

Die Bibel lehrt aber, dass wir das Verhalten anderer aufmerksam verfolgen und beurteilen sollen, damit wir auf angemessene Weise reagieren und ihnen dienen können.

Brief des Paulus an die Galater, 6,1
• „Brüder, wenn auch ein Mensch von einem Fehltritt übereilt wird, so bringt ihr, die Geistlichen, einen solchen im Geist der Sanftmut wieder zurecht. Und dabei gib auf dich selbst acht, dass nicht auch du versucht wirst!“

Götzen dagegen verlangen stets Opfer. Wenn jemand unseren Forderungen und Erwartungen nicht gerecht wird, fordert unser Götze, dass er dafür bestraft werden, leiden muss. Sei es vorsätzlich oder unbewusst.
Eine solche Bestrafung kann viele Formen annehmen: offene Verärgerung, verletzende Worte oder unterschwelliges Aussenden unangenehmer Signale. Es kann Rückzug aus der Beziehung sein wie kühles Verhalten, Entziehen von Zuwendung und Körperkontakt, trauriges oder schwermütiges Auftreten, nicht in die Augen sehen oder Abbruch der Beziehung.
Anderen weh zu tun ist ein sicheres Warnsignal dafür, dass etwas anderes als Gott unser Herz regiert.

Jesus befiehlt uns, Gott zu lieben, zu fürchten und zu vertrauen – und zwar Gott allein.

Evangelium des Matthäus 22,37
• „Er aber sprach zu ihm: ‚Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand‘.“

1) Unter Verwendung des Buches „Sei ein Friedensstifter“, Ken Sande, ISBN 978-3-945716-06-09

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Gottesdienst am 22. Januar 2017

Prophet Hesekiel 36,26

• „Und ich werde euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres geben (Jahreslosung 2017); und ich werde das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben.“

Ein fleischernes Herz ist ein empfindsames Herz, ein „Herz auf dem rechten Fleck“, ein „Herz aus Gold“. Es kann Liebe empfinden und eine Beziehung zu Gott aufbauen. Gott will, dass wir ihn lieben. Ein steinernes Herz dagegen ist unempfindlich gegenüber Gott.
Ein Mensch mit fleischernem Herzen kann nicht alle Not der Welt an sich heran lassen und lindern. Dafür ist er zu schwach. Nur Gott kann das. Wir sind in der Lage, einzelnen Menschen helfen.
Unser Herz kann in verschiedenen Bereichen „weich“ und „hart“ zugleich sein, zum Beispiel gegenüber nahen und fremden Menschen. Beantworten wir für uns doch die Frage: Können wir die Liebe anderer Menschen annehmen, auch wenn sie (wie unsere) nicht vollkommen ist?
Unser Herz braucht Erneuerung, neue Kraft, neue Ausrichtung, neue Impulse von Gott. Mit einem neuen Herzen wachsen neuer Glaube und neue Liebe.

Evangelium des Markus 12,30
• „Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstand und aus deiner ganzen Kraft!“ Evangelium des Johannes 14,23
• „Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.“ Hesekiel 36,27
• „Und ich werde meinen Geist in euer Inneres geben; und ich werde machen, dass ihr in meinen Ordnungen lebt und meine Rechtsbestimmungen bewahrt und tut.“

Gehorsam ist Folge der Liebe. Wir wollen Gottes Willen in der Bibel verstehen und tun uns manchmal schwer damit. Ein Herz, das sich durch Gott prägen lässt, muss sich deshalb auch bewähren, Gottes Liebe anzunehmen.

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Gottesdienst am 15. Januar 2017

Wünsche, Forderungen, Götzen

Es gibt falsche Begehren, z. B. Rache, und Begehren, die legitim sind, z. B. sich Ruhe und Frieden wünschen. Steht dem Letztgenannten jemand entgegen, so ist es angebracht, mit ihm darüber zu reden. Zur Erfüllung der (legitimen) Wünsche gibt es verschiedene Wege. Ein empfehlenswerter ist, den „Erfüllungs-Verhinderer“ weiter lieben, für ihn beten, dass Gott ihn heiligen möge, und darauf warten, dass Gott einmal die Tür für die Erfüllung der Wünsche öffnet.

1. Brief des Johannes 4,19–21
• „Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat. Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott, und hasst seinen Bruder, ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er gesehen hat, kann nicht Gott lieben, den er nicht gesehen hat. Und dieses Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, auch seinen Bruder lieben soll.“

Ein unerfüllter Wunsch kann zur Forderung werden, an die wir unser Herz hängen. Wenn diese Forderung in uns wichtiger wird als Gott, dann huldigen wir einem Götzen, einem Abgott. Abgöttische Forderungen können dazu führen, dass wir andere richten.

Ken Sande
• „Je näher wir anderen stehen, desto mehr erwarten wir von ihnen und desto wahrscheinlicher ist es, dass wir sie richten, wenn sie unseren Erwartungen nicht gerecht werden.“

Brief des Jakobus 4,12
• „Einer ist Gesetzgeber und Richter, der zu erretten und zu verderben vermag. Du aber, wer bist du, der du den Nächsten richtest?“

Lassen wir den Menschen, unseren Nächsten in Liebe Raum für Unabhängigkeit, eine andere Meinung oder auch Fehler.

1) Unter Verwendung des Buches „Sei ein Friedensstifter“, Ken Sande, ISBN 978-3-945716-06-09

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Gottesdienst am 8. Januar 2017

Geborgensein – Vertrauen – Hingabe

Psalm 37,40
„und der HERR wird ihnen beistehen und sie retten; er wird sie erretten von den Gottlosen und ihnen helfen, denn sie haben sich bei ihm geborgen.“

1. Johannesbrief 5,14
• „Und dies ist die Zuversicht, die wir zu ihm haben, dass er uns hört, wenn wir etwas nach seinem Willen bitten.“

Wir Menschen fühlen uns dort geborgen, wo wir Vertrauen haben. Vertrauen kann subjektive Überzeugung, Gefühl oder Glaube sein. Des Vertrauens ist würdig, wer treu ist, im Denken und Handeln einen geraden Weg geht und zu seinem Wort steht.
• Im Vollsinn des Wortes treu, kann nur Gott treu sein.
• Gott lädt uns ein, Vertrauen zu ihm zu haben, er lässt die, die ihm vertrauen, nicht im Stich.

Psalm 9,11
• „Auf dich vertrauen, die deinen Namen kennen; denn du hast nicht verlassen, die dich suchen, HERR.“
Psalm 33,21
• „Denn in ihm wird unser Herz sich freuen, weil wir seinem heiligen Namen vertrauen.“

Jesus hat sein Leben für unsere Sünden hingegeben. Er lädt uns ein, ihm unser Leben vollständig hinzugeben. 
Bei Hingabe an Jesus geht es immer um Ganzhingabe: Ihm gehört mein ganzes Leben mit Licht- und Schattenseiten, mit dem, was ich kann, und dem, was ich nicht kann, mit meinen Erfolgen und geistlichen Höhenflügen, aber auch mit meiner Sünde und meinem Versagen. Weder meine Kraft und Energie, noch meine Depression und Schwachheit darf ich ihm vorenthalten.
Hingabe ist nicht nur das, was ich direkt für Jesus, sprich für die Gemeinde, die Mission und das Reich Gottes tue. Martin Luther sagte, dass auch der Beruf, unsere sogenannten weltlichen Verpflichtungen und Tätigkeiten, zur Hingabe und zum Dienst an Gott gehören.
Das wird sowohl die Qualität der Arbeit als auch das Verhältnis zu Vorgesetzten und Kollegen verändern, wenn die tägliche Arbeit nicht nur für den Chef und zum Geldverdienen, sondern für Jesus getan wird.

Brief des Paulus an die Kolosser, 3,17
• „Alles was ihr tut, mit Worten oder mit Werken, das tut alles in dem Namen des Herrn Jesus, und dankt Gott, dem Vater durch ihn.“


Jahr 2016

Gottesdienst am 18. Dezember 2016

Jesus, das wahrhaftige Licht der Welt, scheint in der Finsternis 

„Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ (Evangelium des Johannes 1,14)
„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott … Er (Jesus) war in der Welt, und die Welt wurde durch ihn, und die Welt kannte ihn nicht … Er kam in das Seine, und die Seinen nahmen ihn nicht an … so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben;“ (ebenda 1,1 … 12)
• Weihnachten: Gott kommt in die Welt und redet zu uns.
• Das Licht Jesus ist in der Welt und viele sehen ihn nicht.

„Unser Brief seid ihr, eingeschrieben in unsere Herzen, erkannt und gelesen von allen Menschen; von euch ist offenbar geworden, dass ihr ein Brief Christi seid, ausgefertigt von uns im Dienst, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf Tafeln, die fleischerne Herzen sind.“ (2. Brief des Paulus an die Korinther 3,2 und 3)
„Denn Gott ist es, der in euch wirkt sowohl das Wollen als auch das Wirken zu seinem Wohlgefallen.“ (Brief des Paulus an die Philipper 2,13)
• Kinder Gottes sind Licht, leuchten für Gott und geben es weiter an die Menschen.

Das Wort, Jesus, war bei Gott. Gott, Jesus und der Heilige Geist haben alles erschaffen. Jesus hat seinen Platz im Himmel verlassen und sich in die Niedrigkeit zu den Menschen begeben. Jesus ist die Ansprache Gottes an uns. Viele erkennen ihn nicht. Die, die ihn annehmen, sind Christen, Kinder Gottes.
• Wir Kinder Gottes wachsen im Glauben und Tun, werden aber nie perfekt sein. Wir sind immer auf die Gnade Gottes angewiesen. Durch seine Gnade können wir wahrhaftig und ehrlich, ohne Maske vor ihm sein. Gott schenkt uns das Gebet. Mit dem Gebet sprechen wir zu ihm. Es ist ein schöpferisches Wort. Wenn wir das Gebet mit Glauben verbinden, schafft es etwas Neues.

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Gottesdienst am 11. Dezember 2016 

Wie führt Gott?

„Sie durchzogen aber Phrygien und die galatische Landschaft, nachdem sie von dem Heiligen Geist verhindert worden waren, das Wort in Asien zu reden … als sie aber in die Nähe von Mysien kamen, versuchten sie, nach Bithynien zu reisen, und der Geist Jesu erlaubte es ihnen nicht. Als sie aber an Mysien vorübergezogen waren, gingen sie nach Troas hinab. Und es erschien dem Paulus in der Nacht ein Gesicht: Ein mazedonischer Mann stand da und bat ihn und sprach: Komm herüber nach Mazedonien und hilf uns!“ (Apostelgeschichte 16,6–8)

Auf dieser zweiten Missionsreise erlebten Paulus und seine Begleiter eine sehr intensive Führung durch Gott. Dies trifft auch auf uns zu. Gott redet, handelt und führt uns durch Menschen aus der Familie, aus der Gemeinde, durch Fremde, durch Freund und Feind. Er bestimmt und nutzt die äußeren Umstände. Gott verschließt Türen und öffnet welche. Er gebraucht unsere Begabung und Nichtbegabung, unsere Irrtümer, unsere Stärken und Schwächen. Gott hilft uns geduldig, unsere Irrtümer und Schwächen zu überwinden. Manchmal ist es aber auch wichtig, dass Gott falsche Pläne konsequent durchkreuzt.

Wie können wir Gottes Führung erkennen? Wie können wir uns vor falschen Wegen schützen? Nicht alles, was sich gut anfühlt ist auch Gottes Wille. Vorsicht ist oft geboten bei begeisterten und eindringlichen Ratgebern. Manchmal nimmt man aber auch wichtige Aussagen und Umstände nicht zur Kenntnis. Wenn sich bei einem Projekt die negativen Anzeichen verdichten, dann sollte davon Abstand genommen werden.

Fazit
• Gott greift in unser Leben ein.
• Dabei können wir seinen Willen oft nicht erkennen, oder wir wollen ihn nicht erkennen.
• Gott mutet uns nicht zu viel zu, er gebraucht Zwischenschritte für unsere Erkenntnisse, für die Akzeptanz seiner Führung.
• Gott führt uns, wir wollen ihn hören und ihm folgen. Das ist das Beste für uns.

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Gottesdienst am 4. Dezember 2016 

Danke, Herr 

„Sagt in allem Dank! Denn dies ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.“ (Brief des Paulus an die Thessalonicher 5,18)

Die weltliche positive Psychologie sagt: Dankbare Menschen sind nach neueren Forschungen insgesamt glücklicher, optimistischer, hilfsbereiter, einfühlsamer und spiritueller. Dank und danken nehmen in der Bibel, insbesondere im Neuen Testament, von der Häufigkeit her einen vorderen Platz ein. Einige Beispielstellen aus den Paulus-Briefen: Römerbrief 6,7; 1. Korintherbrief 1,4 und 15,57; Brief an die Epheser 5,20; an die Kolosser 1,3 und 3,17 sowie 2. Thessalonicherbrief 1,3.

Was ist Dank, was vermag Dank?
• Dank sagen ist wohltuende Medizin für Leib und Seele.
• In der Welt heute wird viel gemeckert und gesorgt, aber wenig gedankt.
• Dank baut auf und weitet den Blick – Sorgen und Meckern verengen ihn.
• Dank macht die Seele froh, tut unseren Beziehungen gut, besonders der Beziehung zu Jesus.

Gott hat als Schöpfer von allem das so eingerichtet. Gott wünscht, dass seine Kinder dankbar und glücklich sind.
W. J. Oehler (Bibelbund) schrieb: „Am glücklichsten sind nicht die, die am meisten haben, sondern die, die an meisten danken können.“

Gebetsvorschlag: Danken wir Gott für das Gute, dass wir in unserem Leben erfahren haben. Und bitten ihn: „Zeige mir, offenbare mir deine Liebe in Jesus Christus. Vergib mir, dass ich ohne dich gelebt habe. Nimm mich durch deinen Sohn zu deinem Kind an.“
Wir werden erleben, wie Gottes Heiliger Geist uns seine Freude schenkt, die Freude der Kindschaft, die am tiefsten dankbar macht.

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Gottesdienst am 20. November 2016

Wie ist es mit dem Rechthaben?

Geht Recht vor Barmherzigkeit? Wo würden wir Christen die Ewigkeit verbringen, wenn Gott Recht stets vor Barmherzigkeit gelten lassen würde?
Recht hat neben der juristischen auch eine moralische Seite. Wir sollten deshalb nur Rechte ausüben, die sowohl einer staatlichen als auch einer geistlichen Prüfung standhalten. Gott zeigt an vielen Beispielen in der Bibel, wie auf Rechte verzichtetet wurde Der Verzicht diente stets der Verherrlichung Gottes, der Verbreitung des Evangeliums und dem Wohl anderer.

Bei der Inanspruchnahme von Rechten ist deshalb zu fragen:
1. Verherrlicht mein Verhalten Gott, bringt es die Kraft des Evangeliums bei mir zum Ausdruck?
2. Dient es dem Reich Gottes oder nur meinem Eigeninteresse?
3. Nützt oder schadet es anderen?
4. Ist es für mein eigenes Wohlergehen unerlässlich?

Oft ist es besser, auf unser Recht zu verzichten und überflüssige Streitereien vermeiden. Sie hindern uns, Christus zu dienen (1. Brief des Paulus an die Korinther 9,3–15). In anderen Fällen wird das Reich Gottes am besten dadurch gefördert, wenn wir auf unserem Recht beharren (Apostelgeschichte 22,23–23,11).

Gott gibt uns auf den Weg:
• „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut ihr ihnen auch!“ (Matthäusevangelium 7,12)
• „Seid nun barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“ (Lukasevangelium 6,36)

1) Unter Verwendung des Buches „Sei ein Friedensstifter“, Ken Sande, ISBN 978-3-945716-06-09

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Gottesdienst am 13. November 2016

Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an

Thema der Offenbarung des Johannes:
• „Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm gab, um seinen Knechten zu zeigen, was bald geschehen muss; und indem er sie durch seinen Engel sandte, hat er sie seinem Knecht Johannes kundgetan, …“ (Offb. 1,1)

In der Offenbarung wird Jesus in Herrlichkeit offenbart.

Im Gottesdienst ging es konkret um Jesus‘ Briefe an die sieben Gemeinden. (s. Offb. 2 und 3). Diese Gemeindetypen gab es und gibt es bis zur Vollendung des Zeitalters der Gemeinde. Jeweils eine ist typisch für bestimmte Zeiten.
Jesus kennt jede Gemeinde genau und schreibt jeder einen ganz persönlichen Brief mit Lob, Kritik und Verheißung.
Die siebente Gemeinde, Laodezia, ist die Gemeinde in ihrem letzten Zustand des Abfalls von Gott. Sie erhält kein Lob von Jesus.

Petrus charakterisiert folgendermaßen:
• „Es waren aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, die verderbenbringende Parteiungen heimlich einführen werden, indem sie auch den Gebieter, der sie erkauft hat, verleugnen. Die ziehen sich selbst schnelles Verderben zu.“ (2. Brief des Petrus 2,1)

Wie schützen wir uns vor falschen Lehrern? Hier hilft die Prüfung nach den fünf Fundamentalsätzen des Glaubens (Generalversammlung der presbyterianischen Kirche 1910):
1. Die Inspiration der heiligen Schrift
2. Die Jungfrauengeburt
3. Das stellvertretende Erlösungswerk Christi
4. Die Auferstehung Christi
5. Die Wunder Christi

Jesus verheißt uns:
• „Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an; wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen und mit ihm essen, und er mit mir.“ (Offenbarung 3,20)

Halten wir also Jesus‘ Hand immer fest und ihm jederzeit unsere Tür offen.


Vom Genießen – Andacht im Pilzwald 2016

„Für alles gibt es eine bestimmte Stunde. Und für jedes Vorhaben unter dem Himmel gibt es eine Zeit …
Ich habe das Geschäft gesehen, das Gott den Menschenkindern gegeben hat, sich darin abzumühen.
Alles hat er schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt, nur dass der Mensch das Werk nicht ergründet, das Gott getan hat, vom Anfang bis zum Ende.
Ich erkannte, dass es nichts Besseres bei ihnen gibt, als sich zu freuen und sich in seinem Leben gütlich zu tun.
Aber auch, dass jeder Mensch isst und trinkt und Gutes sieht bei all seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes.“ (Prediger Salomo 3,1 und 10–13)

Wenn Gott dir heute etwas Schönes gibt, dann genieße es. Ob es eine kleine Freude ist, oder eine große, mit der du nie gerechnet hättest. Wer schöne Tage in vollen Zügen und unbeschwert genießen kann, der kann auch schlechte Zeiten ertragen.

Der Apostel Paulus, der oft kein leichtes Leben in seinem Dienst hatte, sah, worum es dem Prediger ging. Und so schrieb er im Brief an die Philipper:
„Ich kann niedrig sein und kann hoch sein; mir ist alles und jedes vertraut: beides, satt sein und hungern, beides, Überfluss haben und Mangel leiden.“ (Vers 4,12)

Mangel haben wir im Pilzwald nicht gespürt. Gott hat uns reich beschenkt. Mit Riesenschirmpilzen (Parasol), Grünlingen, Steinpilzen, Birkenpilzen und Butterpilzen.


Mit Gott an der Schwelle zu einer großen Aufgabe! (Prophet Josua 1,1–9)

(Gottesdienst am 23. Oktober 2016)

Gott hält oft Großes für uns bereit, verlangt uns aber auch einiges ab.
Josua soll mutig und tapfer sein. Gott beauftragt Josua, die Israeliten in das verheißene Land zu führen. Gott will, dass Josua sich genau an das hält, was im Buch Gottes steht. Er soll Tag und Nacht über das Buch Gottes nachdenken, dann würde Gott ihm Erfolg zu seiner Aufgabe schenken.

Gott braucht jeden von uns, nach innen in die Gemeinde und nach außerhalb der Gemeinde. Dabei sind die Aufgaben oft nicht leicht, und es ist manchmal einfacher, „mit dem Schwert dreinzuschlagen“ als sich selbst zu ändern. (Matthäusevangelium 26,33 und 51 und 69–75)

Es gilt,
sich zu ändern, wie Gott es will;
Mut, Stärke, innere Einstellungen zum Handeln zu entwickeln;
mutig, stark und oft anders zu sein als der Durchschnitt es ist.

Gottes Plan kann anders sein, als unser Denken. Auf Gottes Plan haben wir unser Denken, unsere Worte und unser Handeln auszurichten. Gottes Wirken und seine Stärke soll bei uns Christen abgebildet sein. Gehorsamkeit führt zum Erfolg.
Habe ich dir nicht geboten: Sei stark und mutig? Erschrick nicht und fürchte dich nicht! Denn mit dir ist der HERR, dein Gott, wo immer du gehst.“ (Prophet Josua 1,9)


„Denn gut ist der Herr. Seine Gnade ist ewig und seine Treue von Geschlecht zu Geschlecht“ (Psalm 100,5)

(Gottesdienst am 9. Oktober 2016)

Weltlich gesehen ist Treue Verhandlungsgegenstand im Sinne von gegenseitiger Loyalität.

Die Treue Gottes ist dagegen ein Geschenk für uns Menschen. Sie ist in keiner Weise von unserer Treue ihm gegenüber abhängig. Gott hält an seiner Treue fest, selbst dann, wenn die Menschen sündigen. (Prophet Hosea, 11,7–9). Das ist aber kein Freibrief.
Gott fordert uns auf, treu zu sein. Ihm gegenüber, den Menschen gegenüber, seiner Schöpfung gegenüber:
Wer seinem Freund die Treue versagt, der verlässt die Furcht des Allmächtigen. (Buch Hiob 6,14)
„Wer im Geringsten treu ist, ist auch in vielem treu, und wer im Geringsten ungerecht ist, ist auch in vielem ungerecht.“ (Lukasevangelium 16,10)

Gott lobt und segnet die Treuen.
„Und der Herr wird jedem seine Gerechtigkeit und seine Treue vergelten.“ (Prophet Samuel 26,23)
„Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.“ (1. Johannesbrief 1,9)


Jesus spricht: „Ich bin gekommen, um Ihnen Leben zu bringen – Leben in ganzer Fülle.“ (Johannesevangelium 10,10)

(Gottesdienst am 25. September 2016)

Hauptsächlich geht es darum, Gott zu hören und eine persönliche Beziehung zu Gott und zu seinem Wort zu pflegen, nicht um schöne Gefühle oder um Glaubens- bzw. Weltanschauungspflege in der Gemeinde. Das heißt für uns, der Prediger muss eine persönliche Beziehung zu Gott haben, sonst kann er seine Aufgaben als Hirte der Gemeinde nicht erfüllen.

Folgendes erscheint uns sehr wichtig:
Wahre Schafe kennen die Stimme ihres Herrn, wissen wo sie hingehören.
Gott wohnt in uns und in der Gemeinde. Er ist Stützpfeiler und Bollwerk für die Wahrheit.
Jesus handelt über unser Denken hinaus. Er bringt Leben in ganzer Fülle.
In kleineren Gemeinden gibt es wenig Anonymität, man wird mehr gebraucht, kann mehr bewirken, geht mehr aus sich heraus. Es gibt keine Perfektion, die Gemeindearbeit wird von Laien gemacht. (Roosevelt: „Tu was du kannst, dort wo du bist, mit dem was du hast“.)


Ziehe zuerst den Balken aus deinem Auge! (Lukasevangelium 6,42)

(Gottesdienst am 18. September 2016)

Speziell ging es um den Zwist zwischen Evodia und Syntyche im Philipperbrief 4,2–9. Paulus konzentriert sich hier auf die Schritte, die beide unternehmen können, um eine angemessene Haltung in dieser Situation und zueinander zu erreichen. Er unterteilt seine Anweisungen in fünf wichtige Grundregeln, die auch wir anwenden sollten, wenn wir in einem Konflikt hinein gezogen werden – und der Gott des Friedens wird mit uns sein.

Freut euch im Herrn zu jeder Zeit
Eure Güte werde allen Menschen bekannt
Nicht sorgen, sondern beten
Die Dinge sehen, wie sie wirklich sind
Das oben Gelernte praktizieren

1) Unter Verwendung des Buches „Sei ein Friedensstifter“, Ken Sande, ISBN 978-3-945716-06-09


Markt der Möglichkeiten 2016

Der Markt der Möglichkeiten in der Hoyerswerdaer Lausitzhalle war wiederum ein Erfolg für unsere Gemeinde. Zu Beginn konnten wir den Bürgermeister der Stadt, Herrn Delling, am Stand begrüßen. Schon hier wurde deutlich, dass wir mit unserem Angebot willkommen waren. Das brachten auch die Besucher zum Ausdruck. Es gab viele gute Gespräche zum Glauben, zu unserer Gemeinde und zu Fragen des christlichen Lebens. Es besuchten uns gläubige, aber auch atheistisch geprägte Menschen. Wir reichten viel christliche Literatur, Traktate und Impulse weiter. Mein Eindruck war, und ich nehme ja schon viele Jahre an diesen Veranstaltungen teil: Das Interesse und die Aufgeschlossenheit der Besucher gegenüber christlichen Inhalten hat zugenommen. Ein Pastor a. D. aus einer Landeskirchlichen Gemeinschaft nahm unseren Aufritt als Anregung für seine Gemeinde mit, auch hier präsent zu sein. Wir freuen uns auf die Verstärkung.


Weitere Impressionen aus dem Gemeindeleben
Pilzpirsch in Gottes Natur 2014


Markt der Möglichkeiten 2014


Markt der Möglichkeiten 2012


Markt der Möglichkeiten 2010


ProChrist 2009 in Hoyerswerda – „Zweifeln und Staunen“


Markt der Möglichkeiten 2008


taufgottesdienst und Feier 2004

Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürstenden aus der Quelle des Wassers des Lebens geben umsonst. (Offenbarung des Johannes 21,6)